Sonntag, 17. Februar 2019

Absetzung als Verwaltungsrats-Chef Nissan entlässt Carlos Ghosn wegen Finanzaffäre

Carlos Ghosn: Der Verwaltungsrat von Nissan hat die Absetzung von Ghosn beschlossen

Der in eine Finanzaffäre verstrickte Top-Manager Carlos Ghosn muss seinen Posten als Vorsitzender des Verwaltungsrats beim japanischen Autobauer Nissan räumen. Man habe entschieden, Ghosn aus dem Amt zu entfernen, teilte Nissan am Donnerstag mit. Der 64-Jährige war Anfang der Woche wegen des Vorwurfs des Verstoßes gegen Börsenauflagen verhaftet worden.

Ghosn wird vorgeworfen, jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen deklariert zu haben. Zudem soll er Nissan-Firmenkapital veruntreut und damit Luxuswohnungen in vier Ländern gekauft haben. Sollte ein Verfahren eröffnet werden, drohen ihm eine fünfstellige Geldstrafe und theoretisch bis zu zehn Jahre Haft.

Ghosn ist Chef des französischen Autobauers Renault und der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und sitzt auch dem Verwaltungsrat von Mitsubishi vor. Auch Mitsubishi will Ghosn absetzen.

Bei Renault behält der 64-Jährige zwar seinen Posten als Vorstandsvorsitzender. Zugleich wurde aber seine rechte Hand Thierry Bolloré zum Übergangsvorsitzenden ernannt, da Ghosn derzeit "verhindert" sei.

la/dpa/reuters

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