Dienstag, 24. Mai 2016

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Elektromobil Produktionsprobleme beim BMW i3

Produktion des i3 im Werk Leipzig: Um die Nachschubprobleme mit Carbon zu lösen, will BMW jetzt mindestens 100 Millionen Euro zusätzlich investieren

Der Automobilhersteller BMW baut bislang deutlich weniger Elektromobile als geplant. Der Vorstand will nun in die Carbonfertigung investieren - und so Nachschubprobleme lösen.

Hamburg - Die Produktion des i3 laufe nur schleppend an, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Februar). Noch vor einem guten Monat habe man fast 50 Prozent hinter dem Plan gelegen, berichten Leipziger Verantwortliche.

Vor allem bei den Carbonteilen gebe es weiter eine sehr hohe Fehlerquote. Auch Zulieferer berichten, BMW Börsen-Chart zeigen nehme bislang nur gut die Hälfte der eigentlich georderten Menge ab.

BMW verkauft das Elektromobil seit November 2013. Der i3 ist das erste Auto mit einer Karosserie aus dem leichten Werkstoff Carbon. Um die Versorgung sicherzustellen, hatte BMW im Vorfeld gemeinsam mit dem Industriekonzern SGL Carbon Börsen-Chart zeigen eine eigene Lieferkette aufgebaut.

Um die Nachschubprobleme mit Carbon zu lösen, will BMW-Chef Norbert Reithofer jetzt mindestens 100 Millionen Euro zusätzlich in die Produktion der Kohlenstoffteile investieren.

Der Konzern fertigt aktuell im Durchschnitt 70 i3 pro Tag. "Wir haben es hier mit einer völlig neuen Art der Automobilproduktion zu tun. Das ein oder andere Anfangsproblem ist da normal", sagte Projektleiter Ulrich Kranz.

BMW habe sich bewusst für eine sehr flache Anlaufkurve entschieden. Bislang haben nach Konzernangaben 11.000 Kunden einen i3 bestellt. Interessenten berichten von Wartezeiten bis September.

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