Sonntag, 23. September 2018

Carsharing-Dienste sollen fusionieren - Anteilseigner Sixt blockt Daimler und BMW planen Fusion von Car2Go und DriveNow

DriveNow: BMWs Carsharing-Dienst soll mit Daimlers "Car2Go" fusionieren

Die Autokonzerne Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen planen eine Fusion ihres Mietwagengeschäfts. Daimlers Carsharing-Dienst Car2Go und das BMW-Pendant DriveNow sollten künftig von einer gemeinsamen Plattform aus betrieben werden, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (16. Dezember) im Handel ist. Die Verhandlungen seien weit gediehen, heißt es bei Beteiligten.

Die Unternehmen wollten den Markt lieber gemeinsam besetzen, bevor sich Konkurrenten wie der amerikanische Taxivermittler Uber in Europa breitmachten.

Die Unternehmen diskutierten auch darüber, weitere Mobilitätsdienstleister in das geplante Joint Venture einzubringen, berichtet das manager magazin unter Berufung auf Topmanager des Konzerns.

Weitere Dienstleister wie Moovel und ParkNow könnten hinzukommen

So könnte Daimler den Taxivermittler Mytaxi und die Internet-Plattform Moovel einbringen. BMW betreibt unter anderem die Marken ParkNow (Parkplatzsuche und -vermietung) und ChargeNow (Aufladen von Elektroautos). Es sei noch offen, ob sich auch andere Unternehmen an dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen beteiligen könnten.

Die Marken Car2Go und DriveNow sollen dabei erhalten bleiben. Sie sind bislang in 33 Städten vor allem in Europa und den USA aktiv. Die Unternehmen haben rund 20.000 Autos auf der Straße. 2500 davon haben einen Elektroantrieb. Sowohl BMW als auch Daimler setzen darauf, durch die geplante Fusion Kosten zu sparen und so mit Mobilitätsdienstleistungen schneller Geld zu verdienen.

Anteilseigner Sixt will bei Fusion von DriveNow nicht mitmachen

Der Autovermieter Sixt Börsen-Chart zeigen lehnte unterdessen eine mögliche Fusion der Carsharing-Aktivitäten von BMW und Daimler ab. Eine Zusammenlegung des Carsharing-Dienstes DriveNow von BMW mit dem Pendant Car2Go von Daimler käme für Sixt nicht infrage, teilten die Münchner am Donnerstag mit. Ohne ihre Zustimmung wäre eine solche Fusion nicht möglich, denn Sixt besitzt 50 Prozent der Anteile an DriveNow.

DriveNow teilte am Donnerstagabend via Twitter mit: "Wir befinden uns aktuell weder in Fusionsgesprächen mit Car2Go, noch verhandeln wir über eine engere Zusammenarbeit."

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Januar-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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