Sonntag, 22. Oktober 2017

Daimler und BMW rücken zusammen - auch Sixt wäre gern dabei Fusion von Car2Go und DriveNow rückt näher

Künftig gemeinsam unter neuem Namen: Die Mobilitätsdienste von Daimler und BMW, Car2Go / DriveNow, wollen ihre Fusion noch im dritten Quartal perfekt machen

Die Autokonzerne Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen planen eine unerwartet weit gehende Allianz ihrer Mobilitätsdienste. Unter anderem sollten die Mietwagentöchter Car2Go und DriveNow künftig unter einem gemeinsamen Markennamen operieren, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (26. Mai) im Handel ist. Die alten Marken würden wahrscheinlich wegfallen.

Die Unternehmen wollten die Fusion möglichst bis Ende des dritten Quartals perfekt machen, heißt es in Kreisen der Konzerne. Die Gemeinschaftsfirma werde wahrscheinlich in Berlin, vielleicht aber auch in München sitzen. Offen sei vor allem noch, wie viel die eingebrachten Töchter wert seien.

BMW und Daimler verhandeln inzwischen etwa seit einem halben Jahr über die Fusion. manager magazin berichtete in seiner Januar-Ausgabe als Erster über den Plan. Mit dem Zusammenschluss wollen die Autokonzerne den Markt für Mobilitätsdienste insbesondere in Europa zügig besetzen.

Neuer Verbund auch für zusätzliche Partner offen

Konkurrenten wie der amerikanische Taxivermittler Uber und künftig vielleicht auch der Internetgigant Google Börsen-Chart zeigen sollen es so hierzulande möglichst schwer haben. Nach den aktuellen Plänen wird Daimler auch den Taxivermittler Mytaxi und die Internetplattform Moovel in die Allianz einbringen. BMW betreibt unter anderem die Marken ParkNow (Parkplatzsuche und -vermietung) und ChargeNow (Aufladen von Elektroautos).

Der neue Verbund soll möglichst auch für zusätzliche Partner offen gehalten werden. Anfragen anderer Autohersteller gebe es bereits, berichten Beteiligte.

Streit gibt es bislang noch mit dem Pullacher Mietwagenkonzern Sixt Börsen-Chart zeigen . Dem börsennotierten Unternehmen gehören 50 Prozent von BMWs Carsharing-Tochter DriveNow; und Gründer Erich Sixt hat sich öffentlich gegen die Fusionspläne gestellt. Inzwischen heißt es im Sixt-Umfeld aber, der BMW-Partner könne sich auch eine Beteiligung an der gesamten Mobilitätsallianz vorstellen. Den möglichen Wert von DriveNow taxiert Teilhaber Sixt analog einer Analystenstudie von M. M. Warburg auf 480 Millionen Euro.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juni-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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