Montag, 22. Oktober 2018

Höchste Gewinnmarge BMW ist profitabelster Autokonzern weltweit

BMW hat seine Geschäfte im vergangenen Jahr profitabler als jeder andere Autokonzern betrieben

Von jeweils 100 Euro Umsatz bleiben BMW 10 Euro Gewinn. Der Münchener Autokonzern ist damit der profitabelste der Welt, geht aus einer Studie hervor. Knapp dahinter folgen Suzuki und Daimler. Der Volkswagen-Konzern liegt auf Rang acht. Geht es nur um das reine Autogeschäft, sieht die Platzierung etwas anders aus.

BMW Börsen-Chart zeigen bleibt der profitabelste Autokonzern der Welt. Kein anderer Hersteller hat es im vergangenen Jahr geschafft, die Münchener bei der Marge - dem Verhältnis von Umsatz und operativem Ergebnis - zu überflügeln. Das geht aus einer Auswertung der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor.

Daimler Börsen-Chart zeigen musste seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr an Suzuki Börsen-Chart zeigen abtreten und wurde Dritter. Volkswagen Börsen-Chart zeigen platzierte sich im Mittelfeld, lag dafür aber bei den Absatzzahlen weltweit an der Spitze.

Der erste Platz bei Umsatz und Gewinn ging jeweils an Toyota .

BMW kam wie schon 2016 auf eine Marge von 10 Prozent. Das heißt, dass von je 100 Euro Umsatz im vergangenen Jahr 10 Euro als operativer Gewinn übrig blieben. Suzuki platzierte sich mit 9,8 Prozent knapp dahinter. Daimler schaffte 8,9 Prozent, Volkswagen 6,0 und damit Platz acht. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die Geschäfte des gesamten (!) Konzerns. Neben dem Kernbereich Auto zählen also zum Beispiel auch Finanzdienstleistungen dazu.

Nimmt man allein die jeweilige Automobilsparte als Maßstab, schneidet Daimler bei der Profitabilität mit 9,6 Prozent besser ab, BMW mit 8,9 Prozent schlechter, VW mit 5,9 Prozent fast gleich. Allerdings fehlt bei dieser Rechnung das China-Geschäft von BMW, das der Konzern in einer anderen Sparte abrechnet.

2017: 16 größten Autokonzerne machten 104 Milliarden Euro Gewinn

Die 16 größten Autokonzerne weltweit, die EY untersucht hat, haben 2017 zusammen einen Gewinn von gut 104 Milliarden Euro gemacht und damit 12,4 Prozent mehr als im Jahr davor.

Dass das langfristig so weitergeht, glaubt EY-Autoexperte Peter Fuß eher nicht. "Beim Gewinn wird die Autoindustrie in den kommenden Jahren voraussichtlich einen Gang zurückschalten", erwartet er. "Es stehen Milliardeninvestitionen an, die die Marge belasten und erst langfristig zum Umsatzwachstum beitragen können." Elektroautos würden für viele Hersteller voraussichtlich einige Zeit lang ein Verlustgeschäft bleiben. Wer aber heute nicht in die Technologie von morgen investiere, dem drohe mittelfristig das Aus, sagte Fuß.

rei/dpa

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