Dienstag, 20. November 2018

Zollstreit zwischen USA und China trifft auch die Bayern BMW prüft Preiserhöhungen in China

BMW: Der X3 wird inzwischen auch in China hergestellt. Viele Geländewagen der X-Reihe werden jedoch aus dem US-Werk Spartanburg nach China importiert - und künftig mit Strafzöllen belegt

Wegen des Handelsstreits zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten USA und China prüft der bayerische Autobauer BMW Börsen-Chart zeigen eine Preiserhöhung in der Volksrepublik. Für Modelle, die in den USA gebaut und nach China gebracht werden, würden derzeit die "nötigen Preisanstiege" kalkuliert und zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt, teilte der Autobauer am Freitag mit.

BMW produziert im US-Werk Spartanburg in South Carolina die Geländewagen der X-Reihe. Im vergangenen Jahr wurden von den in den USA gefertigten Fahrzeugen gut 100.000 nach China importiert. Besonders beliebt ist bei chinesischen Kunden der X3, weshalb der Geländewagen inzwischen auch vor Ort gefertigt wird.

Konkurrent Daimler Börsen-Chart zeigen hatte im Juni wegen des Handelsstreits eine Gewinnwarnung herausgegeben. Als Begründung führte der Stuttgarter Oberklasse-Autobauer an, dass die höheren chinesischen Zölle für in den USA hergestellte Autos nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden könnten.

Der Handelsstreit zwischen USA und China schaukelt sich hoch: Kurz nachdem am Freitag US-Zölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 34 Milliarden Dollar erhoben wurden, begann China mit Vergeltungsmaßnahmen im selben Umfang.

la/reuters

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