Dienstag, 21. November 2017

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Münchener Gewinnmaschine BMW düpiert Daimler und Volkswagen im Profit-Ranking

BMW-Roadster-Studie in Pebble Beach
Tom Grünweg
BMW-Roadster-Studie in Pebble Beach

BMW verweist die Konkurrenz beim Gewinn weiter auf die hinteren Plätze: Kein anderer Konzern hat im ersten Halbjahr 2017 ein besseres Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz erzielt, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) hervorgeht. Bei 49,25 Milliarden Euro Umsatz blieben knapp 5,58 Milliarden Euro Gewinn - macht eine Marge von 11,3 Prozent.

Hinter BMW Börsen-Chart zeigen platziert sich Suzuki Börsen-Chart zeigen mit 10,3 Prozent. Auf Platz drei folgt mit Daimler Börsen-Chart zeigen (9,7 Prozent) der zweite deutsche Autobauer. Volkswagen Börsen-Chart zeigen schafft bei der Marge mit 7,7 Prozent Platz fünf hinter General Motors, erzielt mit gut 8,9 Milliarden Euro aber den höchsten Halbjahresgewinn aller großen Autokonzerne weltweit. Die meisten Fahrzeuge verkauft weiter Toyota Börsen-Chart zeigen .

Auch im Gesamtjahr 2016 lag BMW bei der Gewinnmarge (10,0 Prozent) deutlich vor dem Rivalen Daimler (8,3 Prozent). Zuletzt haben die Stuttgarter aber dank gut laufender, neuer Modelle aufgeholt.

Gemessen am reinen Autogeschäft ist Daimler der Studie zufolge profitabler als BMW. VW ist auch in diesem Ranking die deutsche Nummer drei. Zusammen sind die drei deutschen Hersteller deutlich profitabler als die internationale Konkurrenz. "Die Gewinnsituation hat sich unterm Strich im Vergleich zum Vorjahr nochmal deutlich verbessert, die Margen sind bei allen drei Konzernen inzwischen wieder überdurchschnittlich hoch", sagte E&Y-Autoexperte Peter Fuß.

Die E&Y-Studie betrachtet jedoch nur die Margen der Gesamtkonzerne. Andere Studien fächern die Kennzahlen so weit möglich je Automarke auf. So war etwa VWs Luxustochter Audi jahrelang ganz vorne bei der Rendite dabei - fiel aber vor einem Jahr hinter BMW zurück. Ganz weit vorne unter Gewinnmargen-Gesichtspunkten liegt die Volkswagen-Konzerntochter Porsche: Der Sportwagenhersteller fährt üblicherweise die zweithöchste Rendite in der Autobranche . Ungeschlagen punkto Profitabilität ist die Fiat-Luxustochter Ferrari: Deren Margen sind die höchsten der Branche .

Wie gut sind die Deutschen, wenn der Verbrennungsmotor verschwindet?

International liefen die Geschäfte weiter gut bis hervorragend, erklären die E&Y-Experten die Lage der Branche. Zu Hause in Deutschland dagegen bekämen die Konzerne mittlerweile kräftig Gegenwind. Und auch weltweit verliere der Markt spürbar an Dynamik und das überdurchschnittliche Wachstum in China bringe eine gewisse Abhängigkeit mit sich, hieß es. Zusammen verkaufen BMW, Daimler und VW der Studie zufolge inzwischen fast jeden dritten Neuwagen in China. Die höchste Quote habe VW mit 37 Prozent im zweiten Quartal.

Das berge Risiken: "In China wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel, der Markt wird immer anspruchsvoller", urteilte Fuß. Vor allem die immer noch drohende Quote für Elektroautos könne sich noch als erhebliche Herausforderung erweisen - wie der Wandel hin zur Elektromobilität insgesamt. Die deutsche Autoindustrie müsse - auch unter dem Druck des sinkenden Diesel-Absatzes - noch den Nachweis erbringen, dass sie die Führungsrolle aus dem Zeitalter des Verbrennungsmotors mittelfristig verteidigen kann.

wed/nis/dpa-afx

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