Montag, 24. Juli 2017

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Werk in Spartanburg BMW-Chef sagt Trump Millionen-Investitionen zu

BMW-Chef Harald Krüger: Der Konzern will mehr in den US-Standort Spartanburg investieren, hält aber auch an den Investitionen in Mexiko fest, sagte Krüger jetzt Donald Trump bei einem gemeinsamen Besuch mit Kanzlerin Angela Merkel in den USA

Der Autobauer BMW will trotz möglicher Strafzölle der Regierung Trump weiter stark in sein größtes Werk im US-Bundesstaat South Carolina investieren und eine Fertigung in Mexiko aufbauen. Konzernchef Harald Krüger sagte Trump am Rande des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Washington zu, weitere Millionen in den Standort Spartanburg zu stecken.

Dabei geht es vor allem um Programme zur Weiterbildung der Mitarbeiter. Hierfür seien binnen zehn Jahren bereits über 220 Millionen Dollar geflossen, sagte der Manager laut "Bild am Sonntag" in den USA, wie BMW bestätigte.

BMW will in sein US-Werk in Spartanburg investieren

"Wir planen, in den nächsten fünf Jahren noch einmal fast genau so viel zu investieren, damit wir unsere Mitarbeiter auch weiterhin in zukünftigen Technologien schulen können", kündigte Krüger an. Er hatte Merkel mit den Chefs von Siemens und Schaeffler ins Weiße Haus begleitet. Dabei betonte er am Freitag, dass Engagement deutscher Firmen beiden Seiten zugutekämen: "Ich denke, dass wir mit "Made by BMW in the USA" zum weiteren wirtschaftlichen Erfolg in den USA beitragen können." BMW beschäftigt in Spartanburg 9000 Menschen.

BMW steht zu Werksneubau in Mexiko

Im benachbarten Mexiko hatten die Münchner 2016 einen Werksneubau gestartet, der Produktionsbeginn ist für 2019 geplant. Einkaufschef Markus Duesmann bekräftigte im Fachblatt "Automobilwoche", dass man weiter auf das Projekt setze: "Wir stehen zu unseren Entscheidungen. Wir ziehen mit unseren Zulieferern nach San Luis Potosí."

Auf mögliche US-Strafzölle könne man flexibel reagieren, sagte ein Sprecher am Sonntag. "BMW hat flexible Produktionsstrukturen - und je nachdem, wo 2019 die Nachfrage herkommt, werden wir entscheiden, wohin wir die Fahrzeuge verkaufen." Duesmann sagte, BMW sei auch in Bezug auf sein Werk in South Carolina flexibel: "Wir müssten dann vielleicht auch da umschichten. Dann wäre für die USA nichts gewonnen." Wegen der nordamerikanischen Freihandelszone Nafta können Unternehmen Waren aus Mexiko derzeit günstig in die USA exportieren.

rei/dpa

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