Sonntag, 4. Dezember 2016

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Elektroautos i3 und i8 BMW jagt Tesla in Amerika

Elektroauto BMW i3: Um das aus Carbon gefertigte Auto auf die Straße zu bringen, hat der Münchener Hersteller Milliarden investiert

BMWs Wette auf das Elektroauto i3 geht in den USA bisher auf - der Wagen dringt kurz nach dem Start ins Revier von Nissans Leaf und Teslas Model S ein. Der Luxussportwagen i8 soll die Münchener in dem zukunftsträchtigen Segment endgültig weit nach oben katapultieren.

Hamburg - Im Vergleich zu den "echten" Verkaufsschlagern in den USA nehmen sich die Absatzzahlen für den BMW i3 bescheiden aus. Im August setzten die Münchener 1025 Stück von dem Elektroauto ab. Der Lieblingswagen der Amerikaner, Fords F-Serie, kam auf knapp 70.000.

Doch immerhin ist BMW der Einstieg in daszukunftsträchtige Elektrosegment damit besser gelungen als manchem Konkurrenten. Nach ein paar Monaten liegt der Wagen hinter Nissans Leaf - der sich gut 3000-Mal verkaufte - auf Platz zwei der Rangliste der meistverkauften reinen Batterieautos in den Staaten. Tesla weist den Absatz des Oberklassewagens Model S nicht aus, Analysten schätzen ihn auf etwa 1000 Stück.

Andere Hersteller wie Ford, Fiat, Honda oder auch Mercedes mit der elektrischen B-Klasse sind in der schnell wachsenden Marktnische weit abgeschlagen und kommen nicht über niedrige dreistellige Absatzzahlen hinaus. Volkswagen tritt erst später in diesem Jahr in den Markt ein, mit dem E-Golf.

Nun muss sich zeigen, inwiefern BMW bisher lediglich eine lange Bestellliste für den i3 abgearbeitet hat oder der große Aufwand nachhaltig Erfolg in den USA hat. Im April hatten die Münchener angekündigt, die Produktion des i3 um 40 Prozent hochzufahren - aufgrund der hohen Nachfrage aus den USA. Der nächste Testfall wird der Plugin-Hybrid-Sportwagen i8, er kommt derzeit erstmals auf die US-Straßen.

Im Brot- und Buttergeschäft lief es für BMW im August ebenfalls ordentlich in den USA. Der Hersteller erzielte mit seiner Kernmarke ein Absatzplus von elf Prozent auf 27.214 Fahrzeuge, bei Mini gab es dagegen einen Rückgang.

Alle drei deutschen Premium-Hersteller verkauften in den USA so viele Autos wie noch nie in einem August. Audi erzielte ein Plus von 22 Prozent auf rund 17.100 Fahrzeuge.

"Audi-Händler im ganzen Land verkaufen neue Modelle schon sofort, wenn sie in die Verkaufsräume hineinkommen", sagte Audi-Manager Mark Del Rosso. Getrieben wurde der Absatz vor allem von großen Modellen wie dem Geländewagen Q7.

Mercedes-Benz lieferte 27.078 Fahrzeugen aus - ein Zuwachs von 9,4 Prozent.

Schlecht läuft es weiter für Volkswagen. Die Wolfsburger verkauften mit knapp 35.200 Fahrzeugen fast 13 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Schon in den vergangenen Monaten hatte VW dort rückläufige Absatzzahlen hinnehmen müssen.

Die Amerikaner haben im vergangenen Monat vor allem dank starker Rabatte der Hersteller unerwartet viele Autos gekauft. Auch der Benzinpreis, der auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren liegt, trieb die Kunden in die Autohäuser. Der Absatz stieg ingsesamt um 5,5 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Fahrzeuge. In Deutschland lag der Absatz im August bei etwa 213.000 Autos.

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mit rtr

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