Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Absatz nach 9 Monaten Mercedes hängt BMW und Audi weiter ab

Mercedes vergrößert nach drei Quartalen den Abstand zu den Oberklassse-Konkurrenten BMW und Audi. Der Volkswagen-Konzern insgesamt kann seinen Absatz auf Sicht von neun Monaten allerdings steigern
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Mercedes vergrößert nach drei Quartalen den Abstand zu den Oberklassse-Konkurrenten BMW und Audi. Der Volkswagen-Konzern insgesamt kann seinen Absatz auf Sicht von neun Monaten allerdings steigern

Unter den Premium-Herstellern setzt sich Mercedes nach neun Monaten weiter von den Verfolgern BMW und Audi ab. Die Volkwagen-Tochter fällt nach neun Monaten beim Absatz hinter die Verkäufe des Vorjahres zurück. Die gute Nachricht: Der Volkswagen-Konzern insgesamt verkaufte im Monat September erstmals mehr als eine Million Autos und steigerte auch auf Neun-Monats-Sicht den Absatz.

BMW hängt dem Stuttgarter Rivalen Daimler in diesem Jahr deutlich hinterher. Der Münchner Konzern steigerte seinen Absatz sämtlicher Automarken - BMW, Mini und Rolls-Royce - im September leicht um 0,8 Prozent auf 239.764 Fahrzeuge, teilte der Konzern am Freitag mit.

Die Marke BMW - ohne die zwei britischen Töchter - verkaufte in den ersten drei Quartalen 1,54 Millionen Wagen, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Konkurrent Daimler hatte vergangene Woche bessere Verkaufszahlen gemeldet. In den ersten drei Quartalen betrug der Zuwachs bei der Stammmarke Mercedes-Benz 11,7 Prozent auf 1,72 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche deutlich mehr Autos der Marke Mercedes verkaufen können und hatte die Premium-Krone unter den deutschen Autobauern von BMW zurückerobert.

BMW hat Schwierigkeiten unter anderem in Großbritannien und den USA; in beiden Märkten sind die Verkäufe gesunken. Aufwärts geht es nach wie vor in China mit einem Zuwachs von 15 Prozent in den ersten drei Quartalen, in Japan und in Lateinamerika.

BMW-Vertriebschef Ian Robertson stellte das starke Wachstum bei Hybrid- und Elektroautos heraus: Im September verkaufte BMW erstmals mehr als zehntausend ganz oder teilweise elektrisch motorisierter Autos.

"Im laufenden Jahr haben wir bereits mehr elektrifizierte Fahrzeuge verkauft als im gesamten letzten Jahr, und wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel von 100.000 Einheiten zum Ende des Jahres zu erreichen", sagte Robertson.

VW-Konzern knackt Millionen-Grenze, Audi fällt nach 9 Monaten zurück

Schlechter sieht es dagegen beim dritten deutschen Premium-Autobauer Audi aus. Die Volkswagen-Tochter konnte zwar im September ihren Absatz um 2,6 Prozent auf 178.400 steigern. In den ersten neun Monaten allerdings sanken die Auslieferungen um 2,0 Prozent auf 1,38 Millionen Wagen.

Der Volkswagen-Konzern insgesamt hat im September mehr Autos an Kunden ausgeliefert als jemals zuvor in einem einzelnen Monat. Insgesamt erhöhte sich der Absatz des Konzerns weltweit um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1,01 Millionen Fahrzeuge, wie Volkswagen am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Vor allem die neuen SUVs kämen gut an, China spiele eine wichtige Rolle, sagte Konzern-Vertriebsleiter Fred Kappler. Im bisherigen Jahresverlauf bauten die Wolfsburger das Plus damit auf 2,6 Prozent aus, in den ersten neun Monaten verkaufte Volkswagen über 7,6 Millionen Autos.

Der Absatz im Heimatmarkt sank im September allerdings erneut um 3,3 Prozent auf gut 107.000 Fahrzeuge, der chinesische Markt legte dagegen um 6,3 Prozent auf 406.500 Autos zu. Unter den Konzernmarken war im September vor allem Seat erfolgreich - mit einem Plus von 11,2 Prozent auf 39.800 Auslieferungen. Die Kernmarke Volkswagen Pkw rund um Golf und Passat steigerte ihre Auslieferungen um 8,4 Prozent auf 593.700 Fahrzeuge.

rei/dpa

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