Freitag, 14. Dezember 2018

BMW-Designchef Adrian van Hooydonk über das Apple-Auto Wie BMW Apple in Schach hält

Die Zukunft des Fahrens: Voll vernetzt voraus
BMW

6. Teil: "Im Digitalbereich ist noch alles offen"

mm.de: Denken Sie denn, dass wir in Deutschland eine Prämie für Elektroautos brauchen, wie sie aktuell in Gespräch ist

Van Hooydonk: Wir haben oft Autos gebaut, für die es zunächst gar kein Marktsegment gab und das dann erst entstanden ist. Und das ohne Unterstützung von der Regierung. Natürlich können Prämien helfen. Aber die technologische Entwicklung beispielsweise bei den Batterien ist sehr viel wichtiger. Und ich glaube auch Design spielt hier eine Rolle. Durch das richtige Design kann man Nachfrage schaffen - und damit eine neue Technologie voranbringen.

mm.de: GM arbeitet mit Lyft zusammen und hat jetzt die Reste vom Uber-Rivalen Sidecar aufgekauft , BMW hat mit Apple gesprochen und auch Ford scheint sich in Gesprächen mit Google zu befinden - auch wenn noch keine offizielle Partnerschaft verkündet wurde. Sind Partnerschaften die Zukunft? Oder glauben Sie, dass ein Konzern wie BMW auf Dauer ohne größeren Partner - beispielsweise aus dem Technologiesektor - überleben kann?

Van Hooydonk: Es sind aktuell sehr spannende Zeiten, was Gespräche mit potenziellen Partnern angeht. Natürlich hat BMW immer den Anspruch, unabhängig zu bleiben. Aber wir sind nie vor Kooperationen zurückgeschreckt, von denen wir annahmen, dass sie gut für uns sind oder uns dabei helfen, schneller ans Ziel zu kommen. Wir haben eine Kooperation mit Sixt, DriveNow. Und wir schauen uns verschiedene Geschäftsmodelle an, um sicherzustellen, dass wir auf das vorbereitet sind, was kommt, und nicht von der Entwicklung überrollt werden. Im Digitalbereich ist aber noch alles offen.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH