Samstag, 25. Juni 2016

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Konkurrent zu Uber geplant BMW plant Mitfahranbieter

DriveNow: Das Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Sixt könnte Ausgangspunkt für ein neues Konzept bei BMW werden

BMW sucht neue Geschäftsfelder. Mit DriveNow investieren die Bayern bereits ins Carsharing-Geschäft, nun erwägt der Autobauer, auch einen Mitfahrdienst zu gründen. DriveNow könnte dabei eine entscheidende Rolle zukommen.

BMW denkt über den Aufbau eines eigenen Mitfahrdienstes nach. "Wir können uns vorstellen, unser Carsharing weiter auszubauen und in Richtung Ridesharing zu entwickeln", sagte der für Mobilitätsdienstleistungen zuständige BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer "Spiegel Online".

BMW betreibt bereits mit dem Autovermieter Sixt das Gemeinschaftsunternehmen DriveNow, bei dem sich angemeldete Nutzer auch für kurze Stadtfahrten BMW- und Mini-Modelle ausleihen können. An DriveNow könnte nun ein Konzept für Ridesharing, also Mitfahrgelegenheiten, anknüpfen.

Wie ein mögliches Ridesharing-Konzept von BMW konkret aussehen könnte, sagte Schwarzenbauer nicht. Vorstellbar sei aber, dass zum Beispiel Studenten, die nach einem Job suchten, einen DriveNow buchten und damit Ridesharing betreiben. Gerade Freitag- oder Samstagnacht, wenn bei Taxen in Deutschland Hochbetrieb herrscht, könnte dies für die Fahrer lukrativ sein. DriveNow-Fahrzeuge sind besonders häufig abends frei.

Für Furore in dem Bereich sorgt regelmäßig das US-Unternehmen Uber. Zahlreiche Privatleute finden mithilfe des Dienstes Uberpop über das Internet Fahrgäste, die sie dann wie private Taxis mit ihren eigenen Autos durch die Gegend kutschieren. In Deutschland ist der Fahrdienst Uberpop derzeit verboten. Einem Gerichtsurteil zufolge verstößt das Prinzip gegen das Personenbeförderungsgesetz. Uber bietet aber auch einen Service namens Uberpool an, bei dem Autofahrer Mitfahrer auf Strecken mitnehmen sollen, die sie ohnehin fahren - der Grundgedanke einer klassischen Mitfahrzentrale. Dieses Angebot will Uber auch nach Deutschland bringen.

Für den BMW-Konzern, der mit Daimler bei alternativen Mobilitätskonzepten der Autobranche die Nase vorne hat, muss es vor allem darum gehen, möglichst schnell eine Spitzenposition in Europa einzunehmen. "Uber wird sicher noch einmal einen zweiten Anlauf in Europa unternehmen", sagte Schwarzenbauer "Spiegel Online". Gebe es erst einmal einen Platzhirschen, lasse sich dieser nur schwer wieder verdrängen.

rei/dpa-afx

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