Freitag, 22. März 2019

Blamables Interview des VW-Chefs Alles Müller - leider!

Matthias Müller: "Wir haben nicht gelogen"

3. Teil: Wie der US-Sender NPR gegen das Fair Play verstieß

Zum Schluss ein kritischer Blick auf das Verhalten des US-Radiosenders NPR, der das Interview mit Müller führte und einen Teil davon bereits ausgestrahlt hatte.

Müllers Berater waren mit dem Ergebnis zu Recht unzufrieden und baten die Journalisten, das Interview noch einmal neu zu führen. So etwas kommt vor und es gibt immer wieder Situationen, in denen es auch für den Sender gut ist, dem Gesprächspartner eine zweite Chance zu geben.

Auch ich habe Interviewpartnern diese Chance eingeräumt, wenn es aus ihrer Sicht gute und nachvollziehbare Gründe für diese Ausnahme gab. Das gehört zum Fair Play. Auf die Bitte, das Interview noch einmal neu zu führen, kann ein Sender sich einlassen, er muss es aber nicht.

Wenn sich ein Sender aber darauf einlässt, dann muss er auch so fair sein, diese Passagen nicht noch explizit gegenüber zu stellen und daraus eine neue Berichterstattung zu kreieren.

Dann wird aus einer etwas peinlichen Bitte der Konzernkommunikation schnell ein Medienskandal.

Tom Buschardt ist Mitglied der MeinungsMacher von manager-magazin.de. Trotzdem gibt diese Kolumne nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion des manager magazins wieder.

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