Montag, 16. Juli 2018

Volkswagen investiert in Feststoffbatterie-Spezialisten VW steigt ins Rennen um Superakku der Zukunft ein

Batterieeinbau in einem Hybrid-Golf: Volkswagen investiert in den möglichen Nachfolger von Lithium-Ionen-Akkus

Die Meldung klingt erstmal nicht rasend spektakulär: Volkswagen steigt bei einem Batterie-Entwickler ein und will in den nächsten Jahren eine erste kleine Fabrik für Feststoffbatterien bauen. Diese Akkus könnten in mehreren Jahren die Lithium-Ionen-Akkus als Energiespeicher in E-Autos ablösen. Volkswagen investiert 100 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) in das US-Unternehmen QuantumScape, wie der Konzern mitteilte.

100 Millionen Dollar sind für einen Autoriesen eine eher kleine Investition - doch die Auswirkungen könnten für die Auto-Zukunft gewaltig sein. Denn es geht dabei um die nächste Generation von Elektroauto-Batterien, die sogenannten Feststoff-Akkus. Sie versprechen deutlich höhere Reichweiten, viel schnellere Ladezeiten, sicherer im Crash-Fall sind sie auch noch.

Bislang funktionieren sie allerdings nur im Labor. Denn noch lassen sie sich nur wenige Male wiederaufladen. In der Autobranche ist allerdings ein Wettlauf um den potenziellen Wunderakku entbrannt. Volkswagen Börsen-Chart zeigen will da noch rechtzeitig sein Revier abstecken - wenn auch zunächst in vorsichtigen Schritten.

Eine Produktionsanlage, um im kleinen Maßstab mit der Fertigung zu beginnen, könnte in Salzgitter angesiedelt werden: "Wir bauen gerade eine Lithium-Ionen-Pilotfertigung in Salzgitter auf, und das ist sicher eine der Optionen, die wir uns anschauen", sagte VW-Chefstratege Thomas Sedran der Deutschen Presse-Agentur. Eine Entscheidung solle aber erst in ein bis zwei Jahren fallen.

Toyota hat 200 Ingenieure auf Feststoffzellen-Akkus angesetzt

Mit ihrem Einstieg bei QuantumScape sichern sich Volkswagen auch gegenüber dem Rivalen Toyota ab, der im großen Stil an Feststoffbatterien forscht. Mehr als 200 Toyota-Ingenieure arbeiten bereits an Feststoff-Akkus, die eine höhere Energiedichte und längere Lebensdauer als die bislang verwendeten Lithium-Ionen-Batterien besitzen sollen. Zudem lassen sich Feststoffbatterien, die ohne flüssige Elektrolyte auskommen, deutlich schneller laden als Lithium-Ionen-Speicher. Zudem müssen sie nicht gekühlt werden, was Kosten und Gewicht spart. Und bei Unfällen ist die Brandgefahr geringer.

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Toyota Börsen-Chart zeigen nimmt für sich in Anspruch, führend auf dem Gebiet zu sein. Kein Unternehmen habe mehr Patente auf die Feststoffbatterie-Technik als der japanische Autohersteller, erklärte Toyota-Vizepräsident Didier Leroy vor kurzem. Zudem prüft Toyota, gemeinsam mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic Börsen-Chart zeigen Batterien für Elektroautos zu entwickeln. Zunächst geht es dabei nur um Projekte für die Entwicklung von besseren Lithium-Ionen-Akkus.

Doch sobald Toyotas Feststoff-Batterien marktreif sind, hätte der japanische Autoriese mit Panasonic einen erfahrenen Produktionspartner an der Hand. So setzt etwa auch der Elektroauto-Hersteller Tesla in seiner Gigafactory-Batteriefabrik auf eine umfassende Kooperation mit dem japanischen Elektronik-Konzern.

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