Mittwoch, 19. September 2018

Profitabelster Autobauer der Welt BMW verliert Titel an Suzuki

BMW 5er Touring: 11,4 Prozent Gewinnmarge reichen nur noch für Platz 2 hinter Suzuki

Diverse Baustellen rund um den Globus kosten die deutschen Autokonzerne derzeit viel Geld und viel Schwung - und die internationale Konkurrenz nutzt das aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse der Bilanzen der 16 größten Autokonzerne der Welt, die das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) regelmäßig erstellt.

So musste BMW Börsen-Chart zeigen den Titel als profitabelster Autokonzern im zweiten Quartal an Suzuki abgeben. Der japanische Hersteller kam auf eine Marge von 11,8 Prozent, das heißt, von jeweils 100 Euro Umsatz blieben 11,80 Euro als operativer Gewinn übrig. BMW schaffte im zweiten Quartal 11,4 Prozent und büßte damit seinen Spitzenrang aus dem Vorquartal ein.

Daimler Börsen-Chart zeigen (6,5 Prozent), im ersten Quartal noch Dritter, kam im zweiten Quartal auf Rang sechs, VW (ebenfalls 6,5 Prozent) auf sieben.

Nimmt man die ersten zwei Quartale zusammen, kann sich BMW allerdings noch knapp vor Suzuki halten. Was Absatz und Umsatz angeht, blieb Volkswagen Börsen-Chart zeigen vorn. Den meisten Gewinn machte Toyota Börsen-Chart zeigen.

"In der ersten Jahreshälfte gab es kräftigen Gegenwind für die deutschen Autokonzerne, der auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten dürfte", sagte EY-Experte Peter Fuß und verwies auf die großen Investitionen der Konzerne, vor allem aber auch auf die Kosten für die Dieselkrise, Einbußen durch Währungseffekte und die Folgen des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

Die japanische und auch die französische Konkurrenz habe diese Probleme eher nicht und profitiere von anders aufgestellten Produktionsnetzwerken und anderen Schwerpunktmärkten, sagte Fuß.

Er betonte allerdings auch, dass es sich um eine Momentaufnahme handle und die deutschen Konzerne auch ein schwieriges zweites Halbjahr mit möglichen weiteren Handelskonflikt-Eskalationen und Schwierigkeiten durch die Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP überstehen könnten

la/dpa/reuters

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