Samstag, 23. Juli 2016

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Mobilität Daimler übernimmt Taxi-App Mytaxi

Mytaxi: Die Taxi-App gehört nun zu 100 Prozent zur Daimler

Daimler investiert Millionen in den Ausbau seines Mobilitätsangebots und übernimmt die Taxivermittlungsapp Mytaxi. Auch in den USA kauft die Daimler-Tochter Moovel zu. Auf der Einkaufliste hier: Marktführer Ridescout.

Hamburg - Dass für ihn Mobilitätsangebote jenseits privater Autos eine große Rolle spielen, daraus hat Daimler-Chef Dieter Zetsche nie einen Hehl gemacht. Wie wichtig er sie für die Zukunft erachtet, zeigt ein am Mittwoch publik gewordener Millionendeal oder sogar Milliardendeal.

Die Daimler-Tochter Moovel hat ihren Anteil am Taxi-App-Betreiber Mytaxi auf 100 Prozent ausgebaut. Wie viel sie für die Komplettübernahme zahlte, wurde nicht kommuniziert. Laut Bloomberg hat der Autobauer für die ersten 15 Prozent, die er bei einer Finanzierungsrunde 2012 erwarb, damals bereits rund zehn Millionen Euro gezahlt.

T-Venture, der Venture-Arm der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen, die zu den ersten Investoren der 2009 gegründeten Taxi-App gehörten und nun an Moovel verkauften, zeigten sich mit ihrem Investment mehr als zufrieden. "Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen", hieß es. Wieviel Geld der Ausstieg konkret in die Kassen gespült hat, dazu wollte sich aber auch bei T-Venture niemand äußern.

Daimler, dessen Plattform Moovel neben dem Carsharing-Angebot Car2go und der Taxi-App Mytaxi auch Mobilitätsangebote von Fahrradverleihen, ÖPNV und Mitfahrgelegenheiten verbindet, will diese Art Mobilitätsangebote künftig weiter ausbauen. Die App zeigt neben den jeweiligen Mobilitätsoptionen auch Fahrdauer und Preise an.

Zusammen kommen Mytaxi und Car2go, das Joint Venture von Daimler und Europcar, nach Unternehmensangaben bereits auf mehrere Millionen Nutzer.

"Wir wollen Mobilität so einfach machen wie möglich. Daher treiben wir die Vernetzung von Mobilitätsangeboten konsequent und international voran - zukünftig einschließlich der Buchung und der bargeldlosen Bezahlung für wichtige Verkehrsmittel", erklärte Moovel-Chef Robert Henrich.

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