Donnerstag, 24. August 2017

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Beben in Ingolstadt Audi tauscht den halben Vorstand

Der Glanz ist weg: Audi ist tief im Abgasskandal verstrickt, jetzt zieht der Mutterkonzern Volkswagen Konsequenzen

Der Ingolstädter Autohersteller Audi steht vor einem massiven Vorstandsumbau. Gleich vier von sieben Vorständen müssen ihre Positionen nach Informationen des manager magazins in Kürze räumen.

Es handele sich um Finanzvorstand Axel Strotbeck, Produktionschef Hubert Waltl, den für das Personal zuständigen Thomas Sigi und Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter, heißt es im Unternehmen. Der Chef der Audi-Mutter Volkswagen, Matthias Müller, habe die vier betroffenen Vorstände im Umfeld einer Audi-Aufsichtsratssitzung am 26. Juli über ihre bevorstehende Abberufung informiert. Auch in dem Gremium sei das Thema informell diskutiert worden.

Werden ausgetauscht: Audi-Vorstände Hubert Waltl, Thomas Sigi, Axel Strotbek, Dietmar Voggenreiter

Einen formalen Beschluss über den Vorstandsumbau gibt es noch nicht. Auch über die Nachfolger sei noch nicht entschieden worden, berichten Insider. Die Konzernspitze reagiert mit dem Tausch auf die Skandale bei Audi und die im Vergleich zu den Hauptwettbewerbern Mercedes und BMW nachlassenden Ergebnisse.

Bei Audi waren in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder neue Details über Abgasmanipulationen bekannt geworden. Über die teils massive Kritik an den vier Vorständen und auch an CEO Rupert Stadler hatte das manager magazin bereits in seiner August-Ausgabe berichtet.

Angezählt: Audi-Chef Rupert Stadler

Vertriebsvorstand Voggenreiter zum Beispiel wird der heftige Streit mit den chinesischen Audi-Händlern und dem dortigen Joint-Venture Partner FAW angelastet. Audi hat dort im ersten Halbjahr 2017 zwölf Prozent weniger Autos verkauft als vor einem Jahr; Mercedes kam im gleichen Zeitraum auf 35 Prozent Plus.

Auch Audi-Chef Stadler gilt als angezählt. Er behält sein Amt allerdings vorerst. Falls auch Stadler sein Amt verliere, werde ihm voraussichtlich eine andere Position im Volkswagen-Konzern angeboten, berichten Beteiligte. Das gleiche gelte für Audi-Vertriebschef Voggenreiter und Finanzer Strotbek.

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