Donnerstag, 13. Dezember 2018

Interimschef Schot hofft auf langfristigen Vertrag "Ich stünde langfristig als Audi-Chef bereit"

Audi-Interimschef Abraham "Bram" Schot

Der kommissarische Vorstandsvorsitzende des Autoherstellers Audi, Abraham Schot, will Audi-CEO bleiben. "Ich stünde langfristig als Audi-Chef bereit und hätte darauf auch große Lust", sagte er im Gespräch mit manager magazin. Es sei "Sache des Aufsichtsrats, das zu entscheiden", fügte er hinzu.


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Schot wurde am 19. Juni zum Interims-Chef des Ingolstädter Autoherstellers ernannt, kurz nachdem sein Vorgänger Rupert Stadler wegen Betrugsvorwürfen in der Dieselaffäre in Haft genommen wurde. Ein direkter Kontakt zu Stadler, der weiterhin in Untersuchungshaft sitzt, bestehe "gar nicht", erklärte Schot in dem Gespräch.

Bisher galt Ex-BMW-Einkaufschef Markus Duesmann als Wunschkandidat von Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess für den Posten des Audi-Chefs. Ende Juli erklärte der VW-Aufsichtsrat, Duesmann einen Posten im Konzernvorstand anbieten zu wollen - in welcher Funktion, sei jedoch noch unklar.

Denn noch ist nicht geklärt, wann Duesmann einen Job im Volkswagen-Konzern antreten kann. Der 49-Jährige hatte gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber BMW erklärt, seinen Vorstandsvertrag nicht verlängern zu wollen. Dieser läuft aber erst Ende September 2019 aus. Danach gilt eine einjährige Sperre für den Wechsel zu einem Wettbewerber.

Laut Informationen von manager magazin will BMW die Fristen bei Duesmann voll ausschöpfen. Sollten sich der Volkswagen-Konzern und BMW nicht auf kürzere Fristen für Duesmann einigen, könnte BMWs Ex-Chefeinkäufer frühestens in zwei Jahren den Chefposten bei Audi Börsen-Chart zeigen übernehmen.

Bis dahin hat Schot das Sagen. Als kommissarischer Leiter tue er das Gleiche wie ein auf mehrere Jahre bestellter CEO. "Der Aufsichtsrat hat mir keine Beschränkungen auferlegt. Ich gebe Gas, ich treffe kurzfristige, mittelfristige, langfristige Entscheidungen", so Schot.

Von seinen Mitarbeitern, ob von der Basis oder von Führungskräften, bekomme er ein "sehr positives" Feedback. "Sie geben mir nicht das Gefühl, dass ich als Interimslösung gesehen werde", sagte Schot.

Warum auch der Dieselmotor bei Audi weiterhin eine Zukunft hat, wie Bram Schot seine Berufung zum Audi-CEO empfand und wie er seinen Führungsstil charakterisiert, lesen Sie im vollständigen Interview auf manager magazin premium.

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