Mittwoch, 19. Dezember 2018

Audi-Lenker in Untersuchungshaft Audi-Chef Stadler legt Haftbeschwerde ein

Rupert Stadler: Beschwerde gegen Untersuchungshaft

Der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler hat Beschwerde gegen die Untersuchungshaft eingelegt. Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Donnerstag. Die Ermittlungsbehörde werde die Haftbeschwerde prüfen. Wie lange das Eilverfahren dauere, könne sie nicht vorhersehen. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Stadler sei seit seiner Verhaftung mehrfach vernommen worden. "Am Anfang hat er noch Angaben gemacht, zuletzt nicht mehr", sagte die Sprecherin.

Stadler war Mitte Juni wegen seiner Verwicklung in den Dieselskandal verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er Zeugen oder Beschuldigte beeinflussen wollte. In dem Verfahren gegen Stadler geht es um Betrug und "mittelbare Falschbeurkundung" beim Verkauf von hunderttausenden Dieselautos auf dem europäischen Markt. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft deshalb gegen 20 aktive und ehemalige Audi-Mitarbeiter.

Ende Juni kam ein ehemaliger Audi-Manager gegen Zahlung von drei Millionen Euro Kaution nach neun Monaten aus der U-Haft frei. Er hatte zuvor ebenfalls mehrfach erfolglos Beschwerde gegen seine Inhaftierung eingelegt und war bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen.

la/dpa

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