Samstag, 23. September 2017

Aral-Studie zum Neuwagen-Kauf Nur noch jeder fünfte Autokäufer will einen Diesel

Diesel ist beliebt? Das war einmal: Nur noch jeder fünfte potenzielle Autokäufer gab an, einen Diesel kaufen zu wollen.

Welche Prioritäten setzen die Deutschen beim Autokauf? Wie nutzen sie ihren Wagen im Alltag? Diese Fragen beantwortet seit vierzehn Jahren die alle zwei Jahre durchführte Aral-Studie "Trends beim Autokauf". Diesmal wird deutlich: Diesel und beliebt? Das war einmal.

Noch vor zwei Jahren sah die Sache anders aus: Damals hatten noch 31 Prozent der potenziellen Käufer einen Selbstzünder bevorzugt. Jetzt, wo dessen Umweltpobleme öffentlich viel stärker diskutiert werden, sieht die Sache anders aus: Nur noch jeder fünfte potenzielle Autokäufer (18 Prozent) gab an, einen Diesel kaufen zu wollen. Zuletzt war auch der Anteil neu zugelassener Dieselfahrzeuge in Deutschland weiter deutlich zurückgegangen.

Und Elektroantrieb? Den halten die Kunden noch nicht für ausreichend alltagstauglich. Deshalb ist der Benziner in der abgefragten Käufergunst stark gestiegen. Sein Anteil legte um 10 Prozentpunkte auf 52 Prozent zu. Auch Hybrid-Motoren erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Jeder Siebente, also 15 Prozent (2015: 11 Prozent) der Interessenten wollten sich ein Auto mit der Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor zulegen.

Die Lust auf einen Autokauf sei immer noch groß, berichtet die Tankstellenkette auf der Grundlage einer Online-Befragung mit 1003 repräsentativ ausgewählten Autofahrern. Von ihnen wollten 41 Prozent in den kommenden 18 Monaten ein Auto kaufen - so viele wie noch nie zuvor in der zum achten Mal erhobenen Studie. Jeder vierte Befragte interessiert sich dabei für einen Neuwagen, auch dies ein Rekordwert. Zum Vergleich: Bei der Aralstudie 2003 waren nur 7 Prozent an einem Neuwagen interessiert. Die Auswirkungen der in der Dieselkrise ausgelobten "Abwrackprämien" für ältere Dieselfahrzeuge sind in der im März erhobenen Studie noch nicht abgebildet.

mt/dpa

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