Sonntag, 20. Januar 2019

Gerüchte um das Apple-Auto Entsteht hier das neue iCar?

Baustelle Berlin: Das scheint auch für Apple zu gelten. Gerüchten zufolge soll der iPhone-Konzern in der Hauptstadt ein geheimes Entwicklerteam das Apple-Auto und seine Einführung auf den deutschen Markt planen lassen

Erneut rückt Apples angeblich geplantes iCar in den Fokus. Mitten in Berlin soll ein Geheimteam junger Experten an der Zukunft des Autos basteln. Was da bekannt wird, klingt schon viel geerdeter als Gerüchte in der Vergangenheit - das sollte BMW, Mercedes und Co aber nicht in Sicherheit wiegen.

In Zeiten von "Dieselgate", wo quasi gleich eine ganze Branche unter Generalverdacht steht, lässt die Meldung aufhorchen. Gut zwei Dutzend Spezialisten sollen für Apple das Auto der Zukunft entwerfen. In einem geheimen Labor, mitten in Berlin - und nicht etwa im sonnigen Kalifornien.

Das an sich muss den deutschen Autogranden schon wie eine Provokation vorkommen. Doch nicht genug: Es soll auch detaillierte Pläne geben, wann das iCar auf den deutschen (Massen)markt rollen und wer es bauen wird, berichtet die "FAZ" am Montag unter Berufung auf informierte Kreise.

Schon länger kursieren Meldungen, dass Tech-Konzerne wie Google und Apple an einem eigenen Auto stricken. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres kolportierte Bloomberg, 2020 - also nach nur fünf Jahren Entwicklungszeit - werde das iCar vom Band rollen. Erste Designs lägen bereits vor. Ein angeblich 200 Köpfe starkes Team mit dem Namen "Titan" arbeite unter Hochdruck daran.

Gerüchte um das Apple-Auto kursieren schon lange

Die Fangemeinde zeigte sich elektrisiert. Wie so oft in der Vergangenheit, wenn sich Großes und Umwälzendes aus dem Hause Apple ankündigte, schlugen die Wellen hoch. Elektrisch würde es selbstverständlich sein, selbstfahrend und mit einer erstaunlichen Reichweite dank neuer revolutionärer Batterietechnik, schafften sich entsprechende Gerüchte und Erwartungen Raum.

Befeuert wurden die Spekulationen immer wieder durch Meldungen, dass hochkarätige Entwickler, Ingenieure, Batterie-Experten - etwa von Ford, Tesla, Mercedes und Samsung - zu dem iPhone-Hersteller gewechselt seien. Doch kaum ein Jahr später schien Sand in die Traummaschine des Silicon Valley geraten zu sein, schien Apple mit seinem Vorhaben auf erhebliche Probleme zu stoßen.

So berichteten US-Medien von einem Zerwürfnis zwischen Apple-Stardesigner Jony Ive und dem Auto-Team, über einen Einstellungsstopp bei "Titan". Auch verließ der Chef der Autoentwicklung, Steve Zadesky , quasi von jetzt auf gleich die Auto-Traumfabrik. Apple selbst kommentierte solche Meldungen nie, wie der Konzern bislang auch noch nie bestätigt hat, an der Entwicklung eines Elektroautos zu arbeiten.

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