Mittwoch, 21. November 2018

Elektromobilität Elektroautos - China nimmt neuen Anlauf

Kaufprämien, Steuererleichterungen: Welche Länder Elektroautos großzügig fördern
REUTERS

2. Teil: "Plug-in Hybride sind dabei unser Hauptfokus"

Parallel steigt BMW Börsen-Chart zeigen diesen Monat in den Markt ein mit Importen des rein elektrischen i3 sowie dem Sportwagen i8 als Plug-in Hybrid. Bisher vermarktet BMW gemeinsam mit Partner Brilliance den gemeinsam entwickelten Zinoro 1E, der bisher aber nur auf Leasing-Basis vertrieben wird. Das Model S des reinen Elektroherstellers Tesla Börsen-Chart zeigen aus den USA surrt seit einigen Monaten durch die Straßen von Shanghai und Peking.

Auch weitere ausländische Hersteller wagen sich allmählich auf den Markt; Nissan Börsen-Chart zeigen launchte vergangene Woche den vom E-Mobil Leaf abgeleiteten Venucia e30, der in einem Werk des Joint Ventures mit Dongfeng Auto vom Band rollt. Anders als der importierte Leaf hat das neue Auto Anspruch auf die Subventionen, die nur für lokal gebaute Autos gelten.

Volkswagen will ab 2016 daher ebenfalls Plug-in Hybride und E-Autos lokal produzieren. "Plug-in Hybride sind dabei unser Hauptfokus", betonte kürzlich VW-China-Vorstand Jochem Heizmann. Audi Börsen-Chart zeigen will 2016 zum Beispiel eine Plug-in Hybrid-Version des Audi A6L auf den Markt bringen, die speziell für China entwickelt wird. Der Porsche Panamera rollt bereits als Plug-in durch China.

Ohne ausreichende Infrastruktur aber wird es nichts mit dem Elektroboom. Mehrere Hersteller sind daher mit Stromnetzbetreibern wie State Grid im Gespräch - oder nehmen die Sache gleich selbst in die Hand. BYD Daimler New Technology (BDNT) schloss mit dem Konzern ABB Börsen-Chart zeigen einen Vertrag über die Lieferung von Wand-Schnellladegeräten ab, die gemeinsam mit den Denza-Autos bei den Händlern vertrieben werden.

Wirrwarr bei den Ladestationen

ABB übernehme dabei unter anderem die Koordination mit den Netzbetreibern sowie mit den Verwaltungen großer Wohnanlagen, sagt Arno Röhringer, Chief Operating Officer (COO) von BDNT. Tesla tat sich mit dem Telekomkonzern China Unicom zusammen und wird Ladestationen in 400 China Unicom-Läden quer durchs Land installieren. Der Service ist kostenlos, exklusiv für Tesla-Fahrer und wird das Unternehmen laut Gründer Elon Musk Hunderte Millionen US-Dollar kosten.

Umso mehr würden die Hersteller ein groß angelegtes Engagement der Regierung begrüßen. Beim Aufbau einer landesweiten Ladeinfrastruktur geht es in China aber auch um Standards sowie Pläne zur effizienten Standortverteilung. "Landesweit einheitliche Standards für die Ladeinfrastruktur sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Entwicklung der E-Mobilität", sagt Ingo Deking, Leiter Strategie bei Audi China in Peking.

Gemeinsam mit anderen internationalen und lokalen Herstellern sowie Behörden und Universitäten arbeitet Audi daran, Standards und Prozesse für Installation und Betrieb privater und öffentlicher Ladestationen zu verbessern. Ergebnisse werden ab 2015 erwartet. Das Problem: Die existierenden Stationen sind nicht für alle Fahrzeuge kompatibel, da lokale Hersteller mit unterschiedlichen Steckersystemen arbeiten.

Dass sich Peking und Shanghai auf eine gemeinsame Linie für die landesspezifische Zulassung von E-Mobilen einigten, ist da schon ein Fortschritt. Um in den Genuss der lokalen Subventionen zu kommen, müssen Autobauer in beiden Städten zum Beispiel mindestens fünf Service-Stationen bereitstellen, erzählt Arno Röhringer. Denza hat diese Auflagen bereits erfüllt. Die Autos, die laut Listenpreis ab 369.000 Yuan (45.700 Euro) zu bekommen sind, kosten daher dank der Subventionen den Endkunden dort bis zu 120.000 Yuan weniger. Hinzu kommen die Ausnahme von der Kaufsteuer sowie kostenfreie Nummernschilder.

In Shanghai werden Nummernschilder versteigert und kosten derzeit umgerechnet knapp 10.000 Euro. E-Autos bekommen ihr Nummernschild gebührenfrei. In Peking wiederum sind sie von der monatlichen Nummernschild-Lotterie ausgenommen - bei der zurzeit etwa ein Los auf rund 90 Bewerber gezogen wird. "Da wird sich der eine oder andere vielleicht überlegen, auf ein Elektroauto auszuweichen", sagt Arno Röhringer.

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