Montag, 11. Dezember 2017

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Amanda McLaren über Supersportwagen "Im Stau sind auch McLaren-Fahrer froh über Assistenz"

Amanda McLaren
McLaren Automotive
Amanda McLaren

Amanda McLaren, Tochter des legendären Rennfahrers und Unternehmensgründers Bruce McLaren, erklärt als Markenbotschafterin die Faszination der Marke und ihrer Supersportwagen.

manager-magazin.de: Frau McLaren, erinnern Sie sich, wie es war, als Sie zum ersten Mal in einem Auto saßen, das Ihren Familiennamen trug?

Amanda McLaren: Erinnern ist zu viel gesagt. Ich war damals nicht mal vier Jahre alt. Aber eine Fotoserie aus dem Jahr 1969 hilft meiner Erinnerung nach. Sie zeigt mich hinterm Steuer eines M6 GT, eines Prototypen, den mein Vater neben seinen Rennwagen entworfen hatte und der als erstes McLaren-Modell eine Straßenzulassung bekommen sollte.

Anregungen hierfür hatte er bei dem Ford GT40 bekommen, mit dem er 1966 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hatte. Schon damals hatten McLaren-Straßenmodelle Rennwagen-Gene. Die Sportwagen sollten nicht synthetisch auf dem Reißbrett entstehen, sondern organisch aus der Track-Erfahrung.

mm.de: Waren solche Fototermine für Sie als Kind normal?

McLaren: Das blondgelockte Mädchen, das ich damals war, ist auf den Bildern sehr ernst bei der Sache. Das Foto prangt übrigens auf meinem aktuellen Betriebsausweis für das Technology Centre von McLaren im südenglischen Woking. Eine nette Geste der Kollegen dort, die mit dieser Auswahl meine Biografie mit der Historie der Marke verbunden haben. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Plastikkärtlein aus der Tasche ziehe und mein Kinderbild sehe.


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mm.de: Und wie war es, als Sie zum ersten Mal einen McLaren selber fahren konnten?

McLaren: Erstaunlicherweise war dies vor ein paar Jahren exakt das selbe Auto, in dem ich als Kind hinterm Steuer posiert hatte, der Prototyp des M6 GT. Der war aus den USA für die Renntage im südenglischen Goodwood eingeflogen worden - und ich durfte ihn zu Ehren meines Vaters fahren. Es war ein ergreifendes Erlebnis - in jeder Beziehung.

mm.de: In welchem Zustand war der Wagen?

McLaren: Fantastisch. Noch mit den Original-Bremsen, sogar noch mit den Original-Reifen, die mein Vater hatte montieren lassen. Grade mal 2000 Meilen auf dem Zähler. Die meisten davon dürfte wohl mein Vater gefahren sein.

mm.de: Konnten Sie die altertümliche Technik aus den 1960ern beherrschen?

McLaren: Obwohl Bruce McLaren kaum größer war als ich, hatte er offenbar viel längere Beine. Bei normaler Sitzposition kam ich jedenfalls nicht an die Pedale des M6 GT.

Also klemmte ich während der Fahrpräsentation in Goodwood die ganze Zeit auf der vorderen Sitzkante, von hinten mit Kissen und Polstern abgestützt, vorn das Kinn am Lenkrad und die Nase fast an der Windschutzscheibe. Dennoch war ich erstaunt, wie mühelos sich das Auto fahren ließ - auch für eine Laien-Pilotin wie mich, die keine Erfahrung mit Technik auf Rennstrecken-Niveau mitbringt.

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