Donnerstag, 30. Juni 2016

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VW bekommt EX-FBI-Chef als Vermittler Was VW-Chef Müller vom Ex-FBI-Chef fürchten muss

Könnte VW noch richtig Ärger machen: Ex-FBI-Chef Robert Mueller

Die Hiobsbotschaften prasseln aktuell eine nach der anderen auf VW-Chef Matthias Müller ein. Nicht nur, dass der Konzern in den USA wahrscheinlich 100.000 Fahrzeuge zurückrufen muss, ihm milliardenschwere Strafzahlungen drohen und sich Müller trotz guter Vorsätze in der Rolle des Canossagängers noch ziemlich schwer tut.

Jetzt will ein US-Gericht den Wolfsburgern auch noch einen externen "Vermittler" aufs Auge drücken: Ex-FBI-Chef Robert S. Mueller. Er soll nach dem Willen des Richters dafür sorgen, dass es in den mehr als 500 eingereichten Klagen zügig zu einer Einigung kommt.

Ein Job für den Volkswagen Börsen-Chart zeigen eigentlich Ken Feinberg vorgesehen hatte. Einen US-Staranwalt, der bereits für den Ölkonzern BP sowie im Zündschlossskandal bei General Motors Einigungen erzielt hatte.

Doch der kalifornische Richter Charles Breyer hat offenbar Zweifel, dass Feinberg und VW das Problem in Eigenregie angemessen bewältigen können. Zwar kann VW bis zum 13. Januar noch Protest gegen die Installierung Muellers als "Vermittler" einlegen. Dass dies diplomatisch sehr unklug wäre, ist ein Protest aber kaum zu erwarten.

Was die Einsetzung eines Ex-FBI-Chef in einem Konflikt mit den US-Behörden bedeutet, dürfte VW ahnen. Und die seit wenigen Tagen bei VW installierten Compliance-Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt hat damit sogar Erfahrung. Schließlich arbeitete sie bei ihrem früheren Arbeitgeber Daimler Börsen-Chart zeigen mit einem zusammen - Muellers Vorgänger beim FBI, Louis Freeh.

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