Samstag, 30. Mai 2015

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Prozesse gegen Porsche und VW Kampf um die dicken Brocken

Viereinhalb Jahre, nachdem der Kurs der VW-Aktie durch die Decke schoss und Anleger Milliarden verloren, beginnt die heiße Phase des juristischen Streits. Es geht um die gescheiterte VW-Übernahme durch Porsche, um angebliche Marktmanipulation und um 4,5 Milliarden Euro.

Hamburg - Erst eine kleine Gruppe US-Fonds, dann zwei größere und bunter zusammen gewürfelte Investorenbündnisse. Innerhalb von 90 Minuten beginnen am Mittwoch vor dem Landgericht Braunschweig drei Schadensersatzprozesse gegen die Porsche SE und in einem Fall auch gegen Volkswagen Börsen-Chart zeigen. Die Kläger fordern insgesamt gut 4,5 Milliarden Euro.

Die Reihe der Schadensersatzverfahren wird mit diesen Prozessen allerdings nicht abgeschlossen. Am 31. Oktober sollen in Braunschweig die mündlichen Verhandlungen von zwei weiteren Fällen beginnen. Dabei geht es unter anderem um eine Klage der Erben des Unternehmers Adolf Merckle, der sich im Januar 2009 das Leben genommen hatte. Sie fordern 213 Millionen Euro.

Das Landgericht hat bereits über zwei Schadensersatzklagen von Investoren entschieden. In den beiden Fällen ging es insgesamt um knapp 5 Millionen Euro. Das Gericht wies die Klagen zurück. Es begründete die Entscheidung unter anderem damit, die Hürden für Schadensersatzforderungen seien in solchen Fällen hoch. Die Richter sahen keine Beweise für eine "vorsätzliche sittenwidrige Schädigung". Die Urteile gelten jedoch bei Juristen nicht als wegweisend für die noch anstehenden Verfahren. Die Fälle und die Argumentation der Kläger sei nicht wirklich vergleichbar.

Im Folgenden ein Überblick über den Fall und die Kläger:

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