Samstag, 25. April 2015

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Sofortiger Ausstieg MAN-Finanzchef Frank Lutz geht

Noch-Finanzvorstand von MAN: Frank Lutz will zurücktreten

MAN-Finanzchef Frank Lutz gibt seinen Job auf. Der Manager kommt damit seiner eigenen Entmachtung zuvor: Infolge der MAN-Übernahme durch VW wird sein Bereich künftig in weiten Teilen von Volkswagen miterledigt. MAN-Chef Pachta-Reyhofen übernimmt das Ressort von Lutz zusätzlich.

München - Der Finanzchef des Lastwagenbauers MAN verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Frank Lutz habe sich mit dem Aufsichtsrat über die einvernehmliche Aufhebung seines Vertrages geeinigt, teilte MAN am Montagabend mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der äSüddeutschen Zeitungô. Der Aufsichtsrat dankte dem Manager für seine Arbeit, die zur Weiterentwicklung der Gruppe beigetragen habe. Sein Verantwortungsbereich wird vom Vorstandssprecher Georg Pachta-Reyhofen übernommen.

Dem Zeitungsbericht zufolge habe Lutz offenbar nicht abwarten wollen, bis der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durch den Volkswagen -Konzern in Kraft tritt. "Damit würde sein Bereich mit Aufgaben wie Investor Relations, Finanzierungen und Jahresabschlüssen wegfallen und zentral über Wolfsburg laufen", zitierte das Blatt Konzernkreise.

VW plant einen integrierten Auto- und Nutzfahrzeugkonzern, zum dem auch die Lkw-Töchter MAN und Scania gehören. Daher hatten die Wolfsburger erst im vergangenen Jahr ihren Stimmrechtsanteil bei MAN auf 75,03 Prozent aufgestockt und streben jetzt einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an. Die vollständige Kontrolle über das einstige Dax -Schwergewicht könnte Wolfsburg bereits nach einem entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss in diesem Sommer erlangen. Danach könnte VW die restlichen MAN-Aktionäre mit einem Geldangebot abfinden.

kst/dpa-afx

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