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01.02.2013
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Einstieg bei BAIC
Daimler nimmt Vertrieb in China selbst in die Hand

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Daimler

Mit dem Einstieg bei seinem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) sichert sich Daimler die Kontrolle über den gemeinsamen Vertrieb im größten Automarkt der Welt. Der Umbau in China ist ein wichtiger Schritt, um bis 2020 an den Rivalen BMW und Audi vorbeizuziehen.

Peking - Die Schwaben beteiligen sich mit zwölf Prozent bei der Pkw-Tochter BAIC Motor und übernehmen gleichzeitig die Mehrheit an der kürzlich zusammengeführten Vertriebsgesellschaft. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben Daimlers am Freitag in Stuttgart unterzeichnet. Die Beteiligung wird durch die Ausgabe neuer Aktien vollzogen.

Weil die Schwaben ihre Beteiligung an dem Joint Venture auf 51 Prozent aufstocken, kann Daimler die entscheidenden Positionen in der Vertriebsgesellschaft mit eigenen Leuten besetzen: Der frühere Japan-Chef Nicholas Speeks übernahm bereits im Dezember die Leitung. Außerdem könnten die Stuttgarter den Finanzvorstand, sowie die Leiter für Verkauf und Marketing stellen, sagte ein Daimler-Sprecher.

Der neue Vertrag sieht außerdem vor, dass Daimler zwei Sitze im Verwaltungsgremium vom BAIC Motor erhält.

Der getrennte Vertrieb von importierten und lokal produzierten Autos galt als eines der größten Probleme des Oberklasse-Herstellers in China. Im Dezember hatten Daimler und die BAIC-Gruppe die beiden Vertriebskanäle bereits unter einem Dach zusammengeführt und je 50 Prozent an dem neuen Joint Venture übernommen. Dazu hatten die Stuttgarter mit dem bisherigen Lkw-Manager Hubertus Troska ein allein für China zuständiges Vorstandsmitglied ernannt.

BAIC Motor bekommt Mehrheit an Bejing Benz Automotive

Im Gegenzug für die Kontrolle im Vertrieb bekommt die Sparte BAIC Motor mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Joint Venture Beijing Benz Automotive, das Daimlers C- und E-Klasse sowie den Geländewagen GLK in China herstellt. So kann die Pkw-Tochter der Chinesen das Gemeinschaftsunternehmen vor ihrem angestrebten Börsengang in Hongkong konsolidieren und damit ihre Position auf dem chinesischen Markt stärken.

Auch Daimler Chart zeigen hat Interesse an einem robusten Partner auf dem weltgrößten Automarkt sowie an einem erfolgreichen IPO: Der Konzern nannte die Beteiligung einen strategischen Schritt zur Unterstützung dieser Pläne.

Die Beteiligung der Stuttgarter bei BAIC Motor muss noch von chinesischen Behörden genehmigt werden und soll bis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres über die Bühne gehen.

China wichtigster Markt für alle deutschen Nobelhersteller

Seit dem vergangenen Jahr ist China der größte Absatzmarkt für alle deutschen Nobelhersteller: Audi , BMW , Mercedes und Porsche verkauften 959.000 Neuwagen im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Daimler-Chef Dieter Zetsche bezeichnete den Einstieg als Bekenntnis, "gemeinsam die Chancen und Potenziale des chinesischen Automobilmarkts voll auszuschöpfen".

Derzeit fahren die Stuttgarter der Konkurrenz aber hinterher und verkauften zuletzt deutlich weniger Wagen als die Erzrivalen BMW Chart zeigen und Audi Chart zeigen . Während diese 2012 beim Absatz Fabelrekorde einfuhren, gingen die Verkäufe bei Daimler sogar leicht zurück. Bis spätestens 2020 will Zetsche aber an den Bayern vorbeiziehen. Dazu soll künftig auch die Beteiligung an BAIC Motor beitragen.

Daimler-Finanzchef Bodo Uebber erklärte: "Durch diese strategische Investition in BAIC Motor ist Daimler das erste ausländische Unternehmen, das sich an einem chinesischen Hersteller beteiligt." Die Stuttgarter wollen ihm zufolge dadurch künftig am Wachstum des chinesischen Autobauers teilhaben. Die BAIC Gruppe ist den Angaben zufolge einer der größten Autohersteller Chinas und setzte 2011 mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge ab.

"Grundsätzlich deutet Daimler an, dass man die chinesische Baustelle beseitigen will", sagte Autoexperte Stefan Bratzel. Neben BAIC ist Daimler auch an dem privaten Batteriehersteller BYD beteiligt. Die Hoffnungen auf einen Siegeszug der BYD-Autos mit Elektroantrieb sind inzwischen aber weitgehend verflogen.

Anfang Januar kursierten Meldungen, der chinesische Staatsfonds CIC wolle als Großaktionär bei Daimler einsteigen. Seit dem Ausstieg des Investmentfonds Aabar aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi stehen die Stuttgarter ohne Schutz gegen feindliche Übernahmen da.

ak/rtr/dpa

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