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29.01.2013
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Mehr Frauen im Aufsichtsrat
Daimlers neue Weiblichkeit

Von Michael Freitag

Aufsichtsrat: Frauen-Power bei Daimler
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Daimler

Noch wird der Daimler-Konzern vor allem von Männern geführt, doch die Dominanz sinkt. Ab der nächsten Hauptversammlung werden bis zu sechs Daimler-Aufsichtsräte weiblich sein. Daimler würde damit die Quote erfüllen, die der Bundesarbeitsministerin vorschwebt.

Stuttgart - Daimler-Chef Dieter Zetsche (59) ist nicht gerade als Fan der Frauenquote bekannt. "Ich bin kein Freund von Regulierungen oder Quoten", sagte er im Oktober. Ein Jahr zuvor war er sogar noch ein Stückchen weiter gegangen: "Wenn ich höre, dass in drei, vier Jahren 40 Prozent auf den Führungsposten Frauen sein sollen, dann verraten Sie mir bitte: Wohin soll ich all die Männer aussortieren?"

Egal ob 40 Prozent Frauenanteil in Topmanagement und Aufsichtsrat gefordert sind oder 30 Prozent, der Vorstandschef des Stuttgarter Automobilkonzerns verlässt sich lieber auf sich selbst. 2020, so verspricht er, sei die Führungsebene des Daimler-Konzerns zu 20 Prozent in Frauenhand. Es wäre immerhin eine Verdoppelung binnen acht Jahren.

Nur noch gut acht Wochen indes könnte der Tag entfernt sein, an dem der Automobilbauer die erste zentrale Forderung der Quotenbefürworter erfüllt. Von der nächsten Hauptversammlung am 10. April an werden fünf, vielleicht sogar sechs der Daimler-Aufsichtsräte weiblich sein. Säßen dann tatsächlich sechs Frauen auf dem Podium, läge ihr Anteil im Kontrollgremium bei 30 Prozent. Daimler Chart zeigen erfüllte damit als sechster der 30 Dax-Konzerne die Quote, die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen der deutschen Wirtschaft so gerne gesetzlich vorschreiben möchte.

Ex-Avon-Chefin Andrea Jung soll in den Aufsichtsrat rücken

Noch ist es nicht so weit. Noch gehören dem Aufsichtsrat nur zwei Frauen an. Käme es so weit, wäre das nicht allein Zetsches Verdienst. Aber gegen den Willen des Vorstandschef würden zumindest auf Seiten der Anteilseigner keine Mandate für den Aufsichtsrat vergeben, heißt es bei Daimler. Und so wird Zetsche auch daran beteiligt sein, dass Andrea Jung (53) künftig zu seinen Kontrolleuren gehört.

Die ehemalige Vorstandschefin des US-Kosmetikkonzerns Avon werde zur Hauptversammlung den ausscheidenden Kanadier Lynton Wilson ersetzen, heißt es in Daimler-Kreisen. Jung, ebenfalls aus Kanada, stand gut zwölf Jahre an der Avon-Spitze, bevor sie im April 2012 zurück trat. Ebenso wie ihre beiden künftigen weiblichen Co-Kontrolleure erfüllt Jung eine weitere Zetsche-Vorgabe für sein Aufsichtsgremium: Internationalität.

Bislang sitzen in der Runde die Finnin Sari Baldauf (57), bis 2004 Chefin von Nokia Networks, und die Britin Petraea Heynike (65) ehemaliges Mitglied des Nestlé-Vorstands.

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