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24.01.2013
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Autohersteller-Allianz
GM gibt Opel-Projekte in die Hände von Peugeot

Opel Zafira: Der Nachfolger des Vans wird auf einer Peugeot-Plattform entstehen
TMN

Opel Zafira: Der Nachfolger des Vans wird auf einer Peugeot-Plattform entstehen

Opel und PSA Peugeot haben ihre Kooperationspläne konkretisiert: Die Rüsselshemer geben zwei wichtige Fahrzeugprojekte in die Hände ihres französischen Partners. Einen zusätzlichen Stellenabbau planen sie bei ihrer Allianz nicht.

Brüssel/Hamburg - Der US-Autokonzern General Motors Chart zeigen gibt zwei wichtige Fahrzeugprojekte der deutschen Tochter Opel in die Hände seines französischen Partners PSA Peugeot Citroën Chart zeigen. GM und Peugeot gaben in Brüssel bekannt, dass sie künftig drei gemeinsame Fahrzeug-Architekturen nutzen wollten, um Kosten zu sparen.

Zwei der neuen Plattformen - eine für kompakte Familienwagen in der Größe des Opel Zafira und eine für Autos im Segment des Opel Meriva - sollen auf der Technologie von PSA basieren. Die Franzosen gelten als besonders erfahren beim Bau von Großraum-Pkw. Im Kleinwagen-Segment des Opel Corsa wollen die beiden Partner gemeinsam den Unterbau für Modelle mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln. Die ersten Autos der Allianz sollen 2016 auf den Markt kommen.

Bei ihrer Allianz planen die beiden kriselnden Autohersteller keinen zusätzlichen Stellenabbau. "Ich sehe keine negativen Auswirkungen auf die Stellen in Frankreich und in Deutschland", sagte PSA-Chef Philippe Varin. Der Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky zerstreute Sorgen von Arbeitnehmervertretern. An die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gerichtet sagte Girsky: "Ich würde sagen, sie sollten keine Angst haben."

Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Opel entbehren nach Worten Girskys, der auch Vizechef der Opel-Mutter General Motors (GM) ist, jeder Grundlage: "Das ist alles nicht wahr. Opel steht nicht zum Verkauf und PSA möchte auch nicht kaufen." Nach Medienberichten hatte die französische Regierung den angeschlagenen Autohersteller PSA gedrängt, Opel zu übernehmen. Eine Fusion sei keine Option: "Es gibt viele Dinge, die wir alleine machen müssen", sagte Girsky.

Hohe Einsparungen angepeilt

Zu Standorten oder Investitionen machten Varin und Girsky bei der Präsentation des Abkommens keine Angaben. Auf Basis der Plattformen wollen der französische Zwei-Marken-Konzern und die GM-Tochter Opel in Eigenregie Karosserien für ihre jeweiligen Modelle entwickeln, wie ein Opel-Sprecher erläuterte.

Ausnahme ist der Meriva-Nachfolger, dessen Karosserie auch für Peugeot in Rüsselsheim entstehen soll. Unter der Karosserie sollen die Autos beider Konzerne die gleiche Technik nutzen. Zur Perfektion hat Volkswagen dieses Prinzip entwickelt: Die Wolfsburger sind inzwischen schon einen Schritt weiter, in dem sie über mehrere Marken hinweg gleiche Module einsetzen. Auch andere Autobauer wie Toyota nutzen gemeinsame Plattformen.

GM und Peugeot erwarten hohe Einsparungen durch die gemeinsame Entwicklung. Sie arbeiten zudem beim Einkauf und in der Logistik zusammen. Zu Anfang ihrer Gespräche im Februar hatten die beiden Autobauer nach fünf Jahren Kostenvorteile von jährlich 1,5 Milliarden Euro durch die Allianz in Aussicht gestellt. Damals war allerdings schon klar, dass die Einsparungen in den ersten Jahren geringer ausfallen werden.

Damit sind beide Partner darauf angewiesen, ihre überlebenswichtigen Einsparungen zunächst auf eigene Faust durchzusetzen. Opel und Peugeot Citroen verkaufen wegen der Schuldenkrise in Europa kaum Autos und können ihre Fabriken nicht auslasten. Beide schreiben rote Zahlen. Deshalb will Peugeot Tausende Stellen streichen und mindestens ein Werk dichtmachen.

Opel will seine Fabrik in Bochum mit knapp 3400 Beschäftigten Ende 2016 schließen, wenn dort die Produktion des Modells Zafira ausläuft. Das Management hat dem Betriebsrat und der IG Metall allerdings bereits angedroht, die Produktion im Ruhrgebiet zwei Jahre früher enden zu lassen, falls man sich nicht bis Februar auf ein neues Sparpaket einigt.

wed/rtr/dpa

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