Samstag, 25. April 2015

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VW-Konzern Volkswagen strebt nach kompletter Kontrolle bei MAN

Lastwagen von MAN: VW-Regent Ferdinand Piech treibt sein Ziel, MAN und Scania unter dem Dach von Volkswagen zu fusionieren, weiter voran

VW-Patriarch Ferdinand Piëch treibt seinen Plan eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns voran: Der VW-Konzern strebt einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Lkw-Hersteller MAN an. Ziel sei eine "verstärkte und vereinfachte" Zusammenarbeit. Die MAN-Aktie haussiert.

Wolfsburg - Der Volkswagen-Konzern strebt den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit dem Lkw- und Maschinenbauer MAN Börsen-Chart zeigen an. Dazu würden Gespräche mit dem Vorstand aufgenommen, teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg mit. Die sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns.

Volkswagen hat bereits eine Dreiviertel-Mehrheit bei MAN. Zugleich gab es am Mittwoch Berichte, dass die Zusammenarbeit zwischen Volkswagen Börsen-Chart zeigen und Daimler bei großen Transportern vor dem Aus steht.

Mit dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag werde eine verstärkte und vereinfachte Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und MAN angestrebt und damit die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen. Einen solchen Vertrag hat VW auch mit Audi abgeschlossen. Damit kann der Autokonzern auch für das Unternehmen nachteilige Entscheidungen im Interesses des Konzernvorteils insgesamt durchsetzen. Dafür reichen 75 Prozent der anwesenden Stimmen auf der Hauptversammlung.

Abfindungsangebot an die Aktionäre

Als nächster Schritt soll nach Angaben einer Unternehmenssprecherin ein Abfindungsangebot an die übrigen Aktionäre folgen. Davor muss MAN noch bewertet werden, um die Höhe der Offerte festzulegen. Von deren Höhe hängt ab, wieviele Anteilseigner sich von ihren Aktien trennen.

Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB geht davon aus, dass VW langfristig zwischen 95 und 99 Prozent an MAN anstrebt.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Aktie von MAN Börsen-Chart zeigen legte im späten Handel um mehr als 6 Prozent zu.

VW hatte Scania-Chef Leif Östling unlängst zum Konzernvorstand für Nutzfahrzeuge ernannt. Er soll die beiden selbstbewussten Nutzfahrzeugkonzerne enger miteinander verzahnen. Der Zwölf-Marken-Konzern aus Wolfsburg hält 75,03 Prozent der MAN-Stimmrechte und ist mit knapp 72 Prozent an Scania Börsen-Chart zeigen beteiligt.

Volkswagen bekräftigte, dass die Geschäftstätigkeit von MAN unter Beibehaltung der markenspezifischen Eigenschaften und Geschäftsfelder im Volkswagen-Konzern fortgeführt werde. Zudem respektiere Volkswagen die Arbeitnehmerrechte in vollem Umfang.

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete am Mittwoch zudem, dass VW sein Modell VW-Crafter künftig nicht mehr mit dem Stuttgarter Daimler-Konzern sondern alleine planen und bauen will. Unternehmenskreise bestätigten der Nachrichtenagentur dpa Überlegungen zum Alleingang bei VW.

la/kst/rtr

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