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04.01.2013
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Rekordjahr 2012
China-Flaute trübt Daimlers Absatzerfolg

Automesse in Shanghai: In China fährt Daimler der Konkurrenz hinterher
Getty Images

Automesse in Shanghai: In China fährt Daimler der Konkurrenz hinterher

Bis 2020 will Daimler Audi und BMW abhängen und die Nummer eins der Oberklasse werden. Für 2012 können die Stuttgarter einen Absatzrekord verbuchen. Doch die schwachen Verkaufszahlen in China verderben die Freude. Konzernchef Zetsche rechnet mit Rückenwind zum Jahresbeginn.

Stuttgart - Eine enttäuschende Entwicklung auf dem Automarkt der Zukunft trübt den Rekordabsatz des Autobauers Daimler für das Jahr 2012. Zwar verkauften die Stuttgarter weltweit 1,42 Millionen Pkw und damit 4,5 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011, wie der Konzern mitteilte. In dem künftig wohl wichtigsten Automarkt China reichte es aber nur zu einem mageren Plus von 1,5 Prozent auf 196.000 Wagen - und damit deutlich weniger als bei der direkten Konkurrenz im Oberklasse-Segment.

Denn BMW Chart zeigen wuchs schon bis November um fast 38 Prozent auf 296.000 Autos, die VW-Tochter Audi Chart zeigen legte um knapp 31 Prozent auf mehr als 370.000 Fahrzeuge zu. Dagegen brach bei Daimler Chart zeigen der China-Absatz im Dezember sogar um fast ein Fünftel ein. Insgesamt legte der Absatz im Dezember lediglich um 0,4 Prozent zu. Mit einem eigenen China-Vorstand und der Zusammenlegung der zuvor getrennten zwei Vertriebsorganisationen will Daimler die Lücke zur Konkurrenz schließen.

Trotz des Rückstandes im bevölkerungsreichsten Land der Erde zeigte sich Konzern-Chef Dieter Zetsche mit der 2012er-Bilanz "sehr zufrieden" und ist optimistisch für das neue Jahr. Auch weil die neue A-Klasse in immer mehr Ländern verfügbar sein wird.

Rettungsanker USA

"Das alles wird uns in den kommenden Monaten weiter Rückenwind geben", sagte Zetsche. Bislang habe es 90.000 Vorbestellungen für den Kompaktwagen gegeben. Die neue B-Klasse verkaufte sich bereits so gut wie in keinem Jahr zuvor.

Rettungsanker für Daimler war vor allem der sich schnell erholende US-Markt: Hier legten die Stuttgarter mit ihren Marken Mercedes-Benz und Smart 2012 um knapp 12 Prozent zu.

Dagegen stagnierte der Absatz in Westeuropa, wo die Nachfrage durch die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise im vergangenen Jahr kräftig eingebrochen war. Bis 2020 will Daimler an Audi und BMW vorbeiziehen und zur Nummer eins in der Oberklasse werden.

mahi/dpa-afx/rtr

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