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23.12.2012
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Gebeutelte Autobauer
Konkurrenz umgarnt Opelaner

Was sollen sie davon halten? Die Konkurrenz schmiert den Opel-Mitarbeitern Honig um den Bart
DPA

Was sollen sie davon halten? Die Konkurrenz schmiert den Opel-Mitarbeitern Honig um den Bart

Ehrliches Angebot oder scheinheiliger PR-Schachzug? Zahlreiche deutsche Autobauer wollen einem Pressebericht zufolge Mitarbeiter des angeschlagenen Autobauers Opel übernehmen. Der Wirtschaftsminister sieht sich bestätigt.

Berlin/Bochum - Ob BMW, Continental oder Porsche: Den von Arbeitsplatzverlust bedrohten Mitarbeitern des Autoherstellers Opel stehen einer Umfrage der "Bild"-Zeitung zufolge die Türen anderer Unternehmen offen. Gleich mehrere Autobauer und Zulieferer nahmen die Steilvorlage dankbar an - demnach suchen sie qualifizierte Mitarbeiter.

Allerdings müssen diese für einen neuen Arbeitsplatz zumeist bereit sein, den Standort zu wechseln. Opel selbst betont, dass sich man sich aus Bochum nicht zurückziehe. Die Debatte, zu wem Mitarbeiter des Unternehmens wechseln könnten, dürfte Opel ungelegen kommen - verstärkt sie doch das Image vom dahinsiechenden Autobauer.

Tatsächlich bleiben die Statements der Personaler verdächtig allgemein: "Wir suchen ständig erfahrene und qualifizierte Fachkräfte, die zu uns passen", sagte BMW-Recruitingchef Michael Albrecht der Zeitung. Unter anderem würden im Werk Leipzig Facharbeiter für die Produktion des Elektroautos BMW i3 gesucht.

Porsche-Personalvorstand Thomas Edig sagte, der Sportwagen-Hersteller sei "immer an qualifizierten Mitarbeitern interessiert". Wenn diese bereits bei anderen Herstellern Erfahrungen gesammelt haben, sei das hilfreich.

Rösler: "Ihr werdet gebraucht"

Auch der Autozulieferer Continental stellte Opel-Mitarbeitern Jobs in Aussicht.. Conti sei fast so alt wie Opel, daher wisse man, dass Opelaner "zuversichtliche Menschen mit Mobilität, Fachwissen, Tatkraft und Herzen auf dem richtigen Fleck" seien, sagte Conti-Personalvorstand Elke Strathmann der Zeitung.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) begrüßte die Jobangebote an Opel-Mitarbeiter. "Die Opelaner gehören mit zu den besten Autobauern in Deutschland und in der Welt", sagte Rösler der Zeitung. "Deswegen macht Euch keine Sorgen: Ihr werdet gebraucht." Rösler hatte sich zuletzt immer wieder gegen Staatshilfen für Opel ausgesprochen.

Für 2016 hatte Opel das Aus für die Autoproduktion in Bochum angekündigt. Das Warenverteilzentrum in Bochum soll ausgebaut werden. Außerdem will Opel eine Komponentenfertigung in Bochum aufbauen. Daneben hatte Opel angekündigt, Bochumer Mitarbeitern je nach Bedarf auch in den anderen deutschen Werken Jobangebote zu unterbreiten.

nis/dpa-afx

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