Sonntag, 2. August 2015

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Liquiditätsspritze Renault verkauft Volvo-Anteile

Renault-Logo: Mehr Spielraum nach Umsatzeinbruch

Der Automobilkonzern Renault trennt sich von 6,5 Prozent seiner Volvo-Anteile. Die Franzosen wollen so ihren finanziellen Spielraum erweitern, nachdem im dritten Quartal der Umsatz eingebrochen war.

Paris - Mitten in der europäischen Absatzkrise hat sich der französische Autobauer Renault mit dem Verkauf seiner restlichen Anteile am schwedischen Lkw-Hersteller Volvo AB etwas Luft verschafft. Für umgerechnet knapp 1,5 Milliarden Euro gab der Konzern seine Anteile in Höhe von 6,5 Prozent ab. Renault hatte damit über gut 17 Prozent des Stimmrechts verfügt.

Man wolle die finanzielle Situation des Konzerns und dessen Flexibilität stärken, hatte Renault als Begründung für den Verkauf angegeben. Im dritten Quartal war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Euro eingebrochen. Die Franzosen hatten daraufhin ihr Ziel kassiert, 2012 einen Absatzrekord aufzustellen.

Erst am Mittwoch hatte Renault Börsen-Chart zeigen gemeinsam mit seinem Partnerkonzern Nissan Börsen-Chart zeigen die Mehrheitsübernahme des russischen Lada-Herstellers Avtovaz bekannt gegeben. Zusammen mit dem Staatsbetrieb Russian Technologies gründen die Franzosen und Japaner dafür ein Gemeinschaftsunternehmen, das drei Viertel der Avtovaz-Anteile halten soll.

Renault und Nissan investieren zusammen gut 570 Millionen Euro und sollen im Gegenzug bis Mitte 2014 gut zwei Drittel an diesem Joint Venture erhalten, wie die Unternehmen mitteilten.

krk/dpa

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