Montag, 30. März 2015

Aufgeschoben bis 2020 Bosch verzichtet auf deutsche Batteriefabrik

Bosch: Vorerst keine Batteriengroßfabrik für Elektroautos

Bosch will in den kommenden Jahren in Deutschland keine große Fabrik für Batterien bauen, die für Autos mit Elektroantrieb geeignet sind. Das sagte Bernd Bohr, der Automobil-Chef von Bosch, dem manager magazin. Langfristig aber sehe die Sache vielleicht anders aus.

Hamburg - Der schwäbische Industriekonzern Bosch verzichtet zunächst auf ein Batteriewerk in Deutschland. Vorerst plane man keine Großfabrik, sagte Bernd Bohr, der Automobil-Chef des größten Zulieferkonzerns der Welt, dem manager magazin (Erscheinungstermin des Interviews: 14. Dezember).

Bosch hatte darüber nachgedacht, gemeinsam mit dem Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen in Deutschland Batterien für Autos mit Elektroantrieb zu bauen. Vor 2020 werde es keinen Volumenmarkt für Elektromobilität geben, erläuterte Bohr. Bei Batteriezellen werde es in den nächsten Jahren gewaltige Überkapazitäten geben, die Ergebnisse seien ähnlich wie in der hoch defizitären Solarindustrie.

Bohr investiert aktuell mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr in Elektromobilität. "Langfristig sind diese Investitionen schlicht notwendig, denn Elektromobilität wird kommen", sagte Bohr dem manager magazin. Spätestens 2020 benötige Bosch die Großserienkompetenz für Batterien und Batteriemanagement, Leistungselektronik und Elektromotoren. Das Unternehmen werde die kommenden Jahre jetzt nutzen, gemeinsam mit seinen Zulieferern und Kunden eine europäische Zulieferindustrie für Batterien aufzubauen.

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH