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11. Dezember 2012, 13:21 Uhr

Autobauer

Troska soll China-Vorstand bei Daimler werden

Von Michael Freitag

Der Truck-Manager Hubertus Troska soll sich als neues Vorstandsmitglied von Januar an um das schwächelnde China-Geschäft der Daimler AG kümmern. Nach Informationen von manager magazin will der Aufsichtsrat den 52-Jährigen am Mittwoch in das neu geschaffene Amt berufen.

Hamburg - Troska soll sich als neues Vorstandsmitglied von Januar an um das schwächelnde China-Geschäft kümmern, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 14. Dezember). Der Aufsichtsrat des Automobilkonzerns wolle den 52-Jährigen am morgigen Mittwoch in das Amt berufen.

Troska sei zwar kein China-Kenner, heißt es in Konzernkreisen. Er bringe aber eine für China wichtige Fähigkeit mit: Er sei ein ausgesprochener Diplomat und damit ideal für den mitunter schwierigen Umgang mit der chinesischen Regierung.

Troska gehört bislang dem Vorstand der Truck-Sparte an. Dort verantwortet er das zentrale Geschäft mit Mercedes-Lkw.

Daimler mit massiven Problemen in China

Mercedes kämpft in China mit massiven Problemen. Während Daimlers Pkw-Marke den Absatz 2012 nur geringfügig steigerte, verbuchten BMW und Audi bislang jeweils mehr als 30 Prozent Wachstum.

Der Autokonzern mit Dieter Zetsche an der Spitze hat bereits angekündigt, Mercedes werde weder 2012 noch 2013 die ursprünglich prognostizierte Umsatzrendite von 10 Prozent vor Zinsen und Steuern erreichen. Dass Daimler nicht so viel verdiene wie erwartet, werde sich auch auf die Dividende auswirken, heißt es im Unternehmen. Der Konzern werde für 2012 weniger ausschütten als angekündigt.

Noch bei der Präsentation des Konzernergebnisses im dritten Quartal hatte Finanzvorstand Bodo Uebber zwar Ende Oktober bekräftigt, Daimler halte an der angepeilten Dividende von 2,20 Euro je Aktie fest. Inzwischen jedoch warnen Investor-Relations-Manager des Konzerns Investoren und Analysten, eine Ausschüttung in Höhe von 2 Euro sei realistischer.


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