Sonntag, 29. März 2015

Asiatische Märkte Korruptionsverdacht bei Rolls-Royce

Nebengeräusche: Triebwerkhersteller Rolls-Royce auf der Suche nach einem Beleg für den Korruptionsverdacht.

Motorenhersteller Rolls-Royce ist auf ausländischen Märkten unter Korruptionsverdacht geraten. Das Unternehmen selbst will einen unabhängigen Sonderbeauftragten zur Untersuchung der Vorwürfe ernennen.

Derby - Der britische Motorenhersteller Rolls-Royce Börsen-Chart zeigen steht unter Korruptionsverdacht. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, es habe der britischen Behörde zur Betrugsbekämpfung (Serious Fraud Office (SFO)) angeforderte Informationen wegen des Verdachts der Bestechung auf ausländischen Märkten übermittelt - vor allem in Indonesien und China.

Noch sei es zu früh zu sagen, ob einzelne Mitarbeiter oder das Unternehmen selbst auch angeklagt werden. Rolls-Royce kooperiere "voll und ganz" mit der Behörde. An der Börse wurde schnell reagiert; die Aktien verloren im frühen Handel über 5 Prozent.

Rolls-Royce betonte, das Unternehmen habe den Kampf gegen die Korruption in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Wegen der jüngsten Vorwürfe werde das Unternehmen einen unabhängigen Sonderbeauftragten ernennen. Vorstandschef John Rishton erklärte, er wolle noch einmal klarstellen, dass weder er noch der Verwaltungsrat Regelverstöße akzeptieren.

Rolls-Royce baut Motoren für Maschinen zu Wasser, zu Lande und zur Luft, sowohl für zivile als auch militärische Zwecke. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit rund 40.000 Beschäftigten weltweit 11,3 Milliarden Pfund (13,9 Milliarden Euro) um.

got/afp/rtr

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