Samstag, 4. Juli 2015

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Absatzkrise MAN meldet Kurzarbeit an

MAN-Zukunftspläne: Derzeit sieht es nicht so rosig aus

Der Lastwagenbauer MAN führt wegen der Absatzkrise in Europa im Januar Kurzarbeit ein. Zunächst soll die Maßnahme auf zwei Standorte begrenzt werden. Rund 5300 Mitarbeiter sind betroffen.

München - Der Lkw-Bauer MAN lässt nach der Weihnachtspause ab Mitte Januar in zwei seiner Werke tausende Beschäftigen kurzarbeiten. Betroffen sind insgesamt 5300 Beschäftigte in den Werken München und Salzgitter, sagte der Vorstand der Lkw-Sparte, Anders Nielsen, der "Süddeutschen Zeitung". Grund sei die anhaltende Absatzkrise im Nutzfahrzeuggeschäft: "Wir müssen unsere Produktion der Nachfrage anpassen", sagte Nielsen. Die Kunden seien wegen der unsicheren Konjunkturaussichten "gerade ein bisschen in der Warte-Position".

MAN Börsen-Chart zeigen habe bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Kurzarbeit für das erste Halbjahr 2013 angemeldet. Ob es dabei bleibe, sei noch nicht entschieden, sagte Nielsen der Zeitung. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir die Kurzarbeit verlängern." Dies hänge davon ab, wie sich der Markt über das Jahr hin entwickle. Ein Stellenabbau sei jedoch nicht geplant. Für den Konzern, der auch Maschinen baut, arbeiten weltweit knapp 53.000 Menschen. Die Mehrheit an MAN gehört Volkswagen.

Kurzarbeitergeld wird gezahlt, wenn ein Unternehmen wegen eines Konjunktureinbruchs oder eines anderen unabwendbaren Ereignisses vorübergehend die Arbeitszeit verringert. Den Arbeitnehmern werden dabei 60 Prozent der Einkommensdifferenz aus Mitteln der BA ausgeglichen. Hat der Betroffene Kinder zu versorgen, steigt der Wert auf 67 Prozent. Ziel ist, dass Unternehmen einen Teil der Lohnkosten einsparen und so Phasen mit schlechter Auftragslage überbrücken können, ohne Mitarbeiter zu entlassen.

mihec/dpa/dapd/rtr

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