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22.11.2012
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Leasingangebote
GM kauft Opel eine Finanzierungssparte

General Motors (GM): Finanzierungsarm zugekauft
ddp

General Motors (GM): Finanzierungsarm zugekauft

Opel besitzt wieder eine Leasingsparte. Der Mutterkonzern GM übernimmt den internationalen Zweig des US-Autofinanzierers Ally Financial. Damit fällt auch dessen Deutschland-Tochter in die Hände von GM: GMAC. Die Gesellschaft ist seit Jahrzehnten der Haus- und Hoffinanzierer von Opel-Autos.

Detroit - Opel vergibt Leasing-Verträge und Autokredite bald wieder im eigenen Haus. Der bislang firmenfremde Finanzpartner GMAC wird vom Opel-Mutterkonzern General Motors übernommen. Der Schritt ist beim Kampf um die Autokäufer von Vorteil, denn so lassen sich leichter attraktive Finanzierungsangebote schnüren. Darauf verwies GM-Finanzchef Dan Ammann bei der Verkündung des Zukaufs am späten Mittwoch in Detroit.

GMAC finanziert seit Jahrzehnten Opel-Autos und überdies auch die Modelle der in Deutschland noch vergleichsweise jungen Schwestermarke Chevrolet. Früher gehörte GMAC ebenfalls zu General Motors. Der US-Autokonzern verkaufte jedoch im Jahr 2006 die Mehrheit an dieser Tochtergesellschaft an den Finanzinvestor Cerberus.

Das aktuelle GM-Management nimmt die Autofinanzierung wieder in die eigenen Hände. Der Konzern hatte für den nordamerikanischen Markt bereits vor zwei Jahren den Autofinanzierer AmeriCredit geschluckt. Um auch in Europa, Lateinamerika und China selbst Finanzierungen anbieten zu können, kauft GM nun den internationalen Zweig seiner Ex-Tochter GMAC. Diese hatte sich zwischenzeitlich in Ally Financial umbenannt.

Opel kann günstige Finanzierungen für seine Autos gut gebrauchen, um die schwachen Verkäufe anzukurbeln. Die Rüsselsheimer verlieren seit Jahren Geld. Mutterkonzern GM erwartet alleine für dieses Jahr in Europa ein operatives Minus von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar (bis zu 1,4 Milliarden Euro). Der Konzern rechnet in der Region frühestens zur Mitte des Jahrzehnts mit einer schwarzen Null vor Sonderkosten.

Die Übernahme des internationalen Zweigs von Ally Financial ist 4,2 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) schwer. Die Finanzfirma will mit dem eingenommenen Geld ihre Schulden beim US-Steuerzahler abstottern. Denn das Unternehmen musste genauso wie sein ehemaliger Mutterkonzern in der Finanz- und Wirtschaftskrise vom Staat gerettet werden. Die Wettbewerbshüter müssen der Übernahme allerdings noch zustimmen. Der Kauf soll dann Mitte kommenden Jahres endgültig abgeschlossen sein.

kst/dpa-afx

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