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18.11.2012
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Ausbau der Konzernspitze
Daimler will eigenen China-Vorstand berufen

Daimler-Fabrik in China: Künftig soll es einen eigenen Vorstand für das Reich der Mitte geben

Daimler-Fabrik in China: Künftig soll es einen eigenen Vorstand für das Reich der Mitte geben

In China fährt Daimler die Konkurrenz davon. Nun wollen die Stuttgarter Medienberichten zufolge die Konzernspitze um einen eigenen China-Vorstand aufstocken. In einem weiteren Zukunftsfeld will Daimler schneller vorankommen - dank einer tieferen Kooperation mit Bosch.

Stuttgart/Hamburg - Der Autobauer Daimler will nach einem "Spiegel"-Bericht seine Konzernspitze um einen China-Experten erweitern. Der Vorstand des Stuttgarter Autokonzerns werde von sieben auf acht Mitglieder vergrößert. Ein Manager solle künftig das China-Geschäft steuern, berichtete das Nachrichtenmagazin am Sonntag vorab. Konzernsprecher Jörg Howe sagte dazu auf dpa-Anfrage: "Das sind Spekulationen, die wir grundsätzlich nicht kommentieren."

Laut "Spiegel" soll die Erweiterung auf der nächsten Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. Auf dem Wachstumsmarkt China fährt Daimler Chart zeigen den Konkurrenten Audi Chart zeigen und BMW Chart zeigen seit längerem hinterher und droht den Anschluss zu verlieren.

Zuletzt hatte der Autobauer Verbesserungen bei der Vertriebsorganisation im Reich der Mitte angekündigt. In China waren seine Verkäufe im Oktober im Jahresvergleich mit minus 3,9 Prozent rückläufig. Die Konkurrenz BMW und Audi spielt in dem Land, dessen riesiger Markt die Zukunft der Oberklasse-Hersteller entscheidend bestimmt, schon heute in einer ganz anderen Liga und vermeldet Monat für Monat zweistellige Zuwächse. BMW kam zuletzt mit rund 30.000 Einheiten auf etwa doppelt so viele Autos wie Daimler.

Der "Spiegel" schreibt, Konzernchef Dieter Zetsche könne sein Ziel, bis 2020 weltweit mehr Autos zu verkaufen als Audi und BMW, nicht erreichen, wenn er die Stellung in China nicht stärke. Im Stuttgarter Vorstand fühlte sich niemand dafür verantwortlich.

Ein Grund für die Schwäche sei, dass Daimler in China zwei Vertriebsorganisationen habe, die mehr gegen- als miteinander arbeiteten. Die eine Organisation verkaufe Fahrzeuge aus einem deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, das Mercedes-Modelle in China produziere. Die andere Gesellschaft biete Fahrzeuge an, die aus Deutschland eingeführt würden.

Ausweitung der Elektro-Allianz mit Bosch

Zudem vertieft Daimler seine Zusammenarbeit mit Bosch bei Elektromotoren. Das Gemeinschaftsunternehmen EM-motive in Hildesheim habe sein Geschäft auf Antriebe für Hybridfahrzeuge ausgeweitet, sagten die Geschäftsführer Arwed Niestroj und Axel Humpert der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" von Samstag. Die Kartellbehörden hätten dem bereits zugestimmt. Bis zum Jahresende soll die Produktion im Hildesheimer Bosch-Werk voll angelaufen sein.

Das Absatzziel von ursprünglich einer Million E-Motoren bis 2020 haben die Partner deshalb bereits verdoppelt. Bislang sollte EM-motive lediglich Motoren für reine Elektroautos entwickeln und bauen. Deren Stückzahlen sind aber noch überschaubar. Die Branche setzt deshalb zumindest mittelfristig auf Hybridantriebe aus Elektro- und Verbrennungsmotor, mit denen Autos über kurze Strecken rein elektrisch fahren können. Bislang stattet EM-motive die Daimler-Marken Mercedes und Smart sowie mehrere Modelle von Porsche und PSA Peugeot-Citroën mit Elektroantrieben aus.

Daimler und Bosch hatten im vergangenen Jahr eine Elektroauto-Allianz geschmiedet. Um die immensen Kosten für die Entwicklung alternativer Antriebe auf mehrere Schultern zu verteilen, waren in der Branche diverse Kooperationen entstanden.

wed/dpa/dpa-afx

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