Samstag, 30. Mai 2015

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Autohersteller Europas Automärkte schrumpfen weiter

Schwieriger Markt: Trotz zahlloser Rabattaktionen (siehe Fotostrecke) sinkt die Zahl der Neuzulassungen auch in Deutschland

Deutsche Autoverkäufer spüren erste Anzeichen, ihre Kollegen in Südeuropa scharfen Gegenwind: Die Absatzkrise auf den europäischen Automärkten hat sich im September weiter verschärft. Besonders schlimm ist die Situation bei einem Euro-Sorgenkind.

Brüssel - In der Europäischen Union sind die Pkw-Neuzulassungen im September den zwölften Monat in Folge geschrumpft. Die Verkäufe seien im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 10,8 Prozent auf 1.099.264 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Branchenverband Acea heute mit.

In den neun Monaten von Januar bis September 2012 ging die Zahl der Neuzulassungen um 7,6 Prozent auf 9.368.327 Autos zurück. Die Entwicklung in den wichtigsten Märkten zeigte sich dabei überwiegend negativ: Mit Ausnahme von Großbritannien (+8,2 Prozent) verzeichneten die übrigen großen Märkte wie Frankreich (-17,9 Prozent) oder Italien (-25,7 Prozent) teils herbe Einbrüche. Der spanische Markt brach gar um 36,8 Prozent ein. Auch in Deutschland ging es mit einem Minus von 10,9 Prozent nach unten.

Der Volkswagen-Konzern Börsen-Chart zeigen (VW) verzeichnete insgesamt einen Rückgang von 8 Prozent, wobei die Premiummarke Audi Börsen-Chart zeigen auf ein kleines Plus von 1,4 Prozent kam. Während BMW Börsen-Chart zeigen den Monat mit einem Zuwachs von 4,4 Prozent beendete, musste Daimler Börsen-Chart zeigen einen Rückgang um 6,9 Prozent hinnehmen.

Blutige Nasen für Opel, Fiat und Renault

Die Opel-Mutter General Motors Börsen-Chart zeigen erlitt einen abermaligen Absatzeinbruch um 16,2 Prozent. Dabei schrumpfte der Verkauf der Marke Opel und Vauxhall um 15,6 Prozent. Arg unter die Räder kam der französische Hersteller Renault Börsen-Chart zeigen mit einem Minus von 29,5 Prozent. Sein französischer Konkurrent PSA Peugeot Citroën Börsen-Chart zeigen (-8,1 Prozent) kam vergleichsweise glimpflich davon. Der italienische Hersteller Fiat Börsen-Chart zeigen konnte sich der schwierigen Lage im Kleinwagengeschäft ebenfalls nicht entziehen und musste einen Rückgang von 18,5 Prozent beklagen.

Dabei versuchen die Hersteller, mit zahllosen Rabattaktionen das Geschäft anzukurbeln. In Deutschland etwa haben Experten im September die bislang größte Zahl an Rabattaktionen beobachtet. Dennoch kann das die Verkaufsrückgänge nur wenig abfedern.

Erfreulicher als in Europa präsentierten sich nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die Märkte in den USA und Russland. In den USA setzten die deutschen Hersteller mit 104.000 Neuwagen 17,4 Prozent mehr Autos und Pick-ups ab als im Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt wuchs um 12,7 Prozent auf 1,18 Millionen Fahrzeuge. Auch in Russland sei die Entwicklung weiterhin solide gewesen, hieß es vom VDA. Der Markt legte im September um gut 10 Prozent zu.

In China gab es im September nur ein leichtes Wachstum von knapp 2 Prozent. In Japan dagegen schrumpfte der Markt im September um knapp 4 Prozent, lag aber in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres noch um 41 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

wed/dpa

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