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03.10.2012
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Aabar verlässt Daimler
Schluss in Stuttgart

Von Michael Freitag

Kurze Partnerschaft: Daimler-Chef Dieter Zetsche (re.) und Aabar-Vorsitzender Khadem Al Qubaisi
AP

Kurze Partnerschaft: Daimler-Chef Dieter Zetsche (re.) und Aabar-Vorsitzender Khadem Al Qubaisi

Die Araber machen Ernst: Vor einem halben Jahr hatte der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi Daimler-Chef Dieter Zetsche eröffnet, er wolle das Engagement bei dem Autobauer beenden - jetzt es ist es so weit. Aabar ist mit dem Investment zuletzt nicht glücklich geworden.

Hamburg - Mindestens 50 Jahre sollte die Partnerschaft halten, vielleicht sogar 100. So hatte es Khadem al Qubaisi versprochen im März 2009. Gemeinsam mit Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte der Scheich feierlich verkündet, der von ihm geführte Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi werde sich mit 9 Prozent an dem Stuttgarter Automobilbauer beteiligen. Und zwar langfristig, "solange es Abu Dhabi gibt jedenfalls."

Doch schon im Oktober 2012 ist Schluss. Die Rechte an den letzten gut 3 Prozent trete Aabar dieser Tage an die Deutsche Bank ab, heißt es in Konzernkreisen. Daimler Chart zeigen sagte dazu, für das Unternehmen bleibe zunächst alles beim Alten. Aabar habe noch keine Veränderungen mitgeteilt.

Aabar hatte Anfang 2009 für 9,1 Prozent der Daimler-Aktien 1,95 Milliarden Euro gezahlt. Untermauert hatten die Araber das Engagement, indem sie sich gemeinsam mit Daimler am kalifornischen Elektroauto-Hersteller Tesla beteiligten. Zusätzlich übernahmen sie 40 Prozent des Formel-1-Teams von Mercedes. Bereits im April hatte manager magazin jedoch exklusiv berichtet, dass die Investoren um Abu Dhabis Emir Chalifa Bin Sajid Al Nahyan sich bei Daimler komplett zurück ziehen wollten.

Daimler-Anteil bringt Aabar hohe Bewertungsverluste

Der Rückzug hatte sich als nicht ganz einfach erwiesen. Von seinem gemeinsam mit Daimler gehaltenen Tesla-Anteil hat sich Aabar zwar inzwischen getrennt. In der Formal 1 indes sind die Araber noch immer engagiert. Ein Ausstieg ist aufgrund der komplexen Verträge schwierig.

Die Araber waren mit ihrer Daimler-Beteiligung nicht recht glücklich geworden. Zwar hatte sich Aabar ihren Anteil während der großen Autokrise billig gesichert. Der Kurs der Daimler-Aktien verdoppelte sich seither fast. Doch diverse Besicherungsgeschäfte wirkten gegenläufig. Wiederholt wies Aabar in der Bilanz hohe Bewertungsverluste für seinen Daimler-Anteil aus. Allein für 2011 verbuchte der Investor demnach mit der Beteiligung ein Minus von 2,25 Milliarden Dollar.

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