Dienstag, 27. September 2016

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Autohersteller Opel-Verlust noch höher als bisher bekannt

Hart von der Schuldenkrise in Südeuropa getroffen: Opel rutschte 2011 tief in die roten Zahlen

Vor Kurzem deutete ein GM-Manager "horrende" Jahreszahlen von Opel an. Tatsächlich ist der Autohersteller 2011 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als bisher bekannt. Der Jahresverlust liegt über einer Milliarde Dollar, erfuhr manager magazin online.

Hamburg - Die Jahresbilanz, die Opels Mutterkonzern General Motors am morgigen Donnerstag vorlegt, werde für das Europageschäft des Konzerns einen Verlust von "leicht über einer Milliarde Dollar" ausweisen. Das erfuhr manager magazin online von Unternehmensinsidern. Bislang war von Verlusten von bis zu einer Milliarde Dollar die Rede.

Der überwiegende Teil von GMs Europageschäft entfällt auf Opel/Vauxhall. Auch der Absatz lag deutlich unter den Erwartungen. Opel habe im vergangenen Jahr "knapp über eine Million Fahrzeuge" verkauft, hieß es gegenüber manager magazin online. Ursprünglich sollte Opel 2011 zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen.

In der Bilanz sind auch Kosten enthalten, die mit Opel nur am Rande zu tun haben. So belaste die Schließung des GM-Werks in Antwerpen die Bilanz von GM Europe mit rund hundert Millionen Dollar. Die Insolvenz von Saab schlage sich mit einem "hohen zweistelligen, fast dreistelligen Millionenbetrag" nieder.

Ein Opel-Sprecher dementierte die geringen Verkaufszahlen. Inklusive der Verkäufe in Osteuropa und Russland habe Opel im vergangenen Jahr zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und liege damit genau im Plan. Zu den Verlustzahlen wollte er keine Stellung nehmen.

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