Montag, 20. November 2017

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Interessenwandel US-Autobosse fürchten automüde Teenager

Interessenwandel: US-Autobosse fürchten automüde Teenager
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Corbis

3. Teil: US-Industrie weckt zu wenig Leidenschaft für das Auto

Eine Rolle in der schleichenden Abkehr vom Auto dürfte in den USA auch die Tatsache spielen, dass die meisten Bundesstaaten ab 1996 scharfe Restriktionen für Führerscheinneulinge einführten, um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. Laut des Centers for Disease Control and Prevention sind Autounfälle in der Altersgruppe 16 bis 18 Jahre in den USA die häufigste Todesursache. Deshalb dürfen seit Mitte der 90er Jahre in vielen US-Bundesstaaten Teens nicht mehr nach Mitternacht allein am Steuer sitzen, und sie dürfen nicht mehr als einen anderen Teenager mit im Auto haben.

Die US-Autoindustrie hat begonnen, sich diesem Wandel zu stellen. Chevrolet präsentierte auf der Detroit Auto Show zwei kleine Konzeptautos, deren Design auch das Ergebnis vieler Gespräche mit College-Studenten ist. Zu den am häufigsten geäußerten Wünschen junger Amerikaner bei diesen Gesprächen gehört, dass sie kein Fließheck wollen und dafür möglichst viele Möglichkeiten während des Fahrens zu kommunizieren. Bei mindestens 15 Großveranstaltungen mit Jugendlichen in den USA sollen die beiden Konzeptautos in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Davon erhofft sich Chevrolet weitere wichtige Hinweise für die Gestaltung und Ausstattung der Autos.

Es geht um eine Käufergruppe, die die Zukunft ganzer Konzerne entscheiden kann. Die "Generation Y" repräsentiert in den USA 70 Millionen Menschen. Ihre kollektive Kaufkraft soll bei eintausend Milliarden Dollar liegen, Kredite eingerechnet. Die Autoindustrie hat diese Gruppe in den vergangenen Jahren nicht ausreichend berücksichtigt. "Von Apple Börsen-Chart zeigen über Nike Börsen-Chart zeigen bis hin zu Facebook schaffen es Firmen heute, in den 20-jährigen Amerikanern eine Leidenschaft zu wecken", sagt der globale Marketingstratege von General Motors Börsen-Chart zeigen, John McFarland. "Aber die Autoindustrie fällt hier durch Desinteresse und Nachlässigkeit auf".

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