Samstag, 3. Dezember 2016

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Autozulieferer Neuer Vorstand für ZF Friedrichshafen

Autozulieferer ZF in Friedrichshafen am Bodensee: Neuer Arbeitsdirektor, aber noch kein Nachfolger für den Vorstandschef

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat einen Nachfolger für seinen im Herbst 2010 ausgeschiedenen Personalchef Thomas Sigi gefunden. Der Aufsichtsrat soll morgen Jürgen Holeska in den ZF-Vorstand berufen. Das Unternehmen muss jedoch noch weitere Top-Personalien klären.

Friedrichshafen - Der Abgang aus dem Vorstand des Automobilzulieferers ZF im vergangenen Herbst kam für alle überraschend: Thomas Sigi, gerade mal 14 Monate als ZF-Personalchef und Arbeitsdirektor im Amt, verließ das Unternehmen und heuerte in gleicher Funktion im Leitungsgremium von Audi an. Sigis Ausscheiden sei ein "schmerzlicher Verlust" klagte ZF-Lenker Hans-Georg Härter damals.

Mehr als vier Monate währte die Suche nach einem adäquaten Ersatz, jetzt ist offenkundig ein Nachfolger für Sigi gefunden. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung soll morgen die Berufung von Jürgen Holeska in den ZF-Vorstand beschlossen werden.

Holeska führt derzeit die Personalabteilung des Stuttgarter Automobilzulieferers Behr. Er hatte sich einen Namen gemacht, weil es ihm im vergangenen Sommer gelang, mit Arbeitnehmervertretern ein einvernehmliches Vorgehen bei der Restrukturierung der deutschen Behr-Werke auszuhandeln. Holeska wird voraussichtlich im Sommer seinen Job in Friedrichshafen antreten. Bis dahin leitet Finanzvorstand Konstantin Sauer das verwaiste Ressort kommissarisch.

Eine weitere Personalie im Hause ZF ist allerdings immer noch offen: Ende des Jahres läuft der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Härter aus, ein Nachfolger ist bislang aber nicht in Sicht. Wie es aus Unternehmenskreisen verlautet, hat Oberkontrolleur Giorgio Behr dem Personalausschuss des Aufsichtsrates noch nicht einmal eine Kandidatenliste vorgelegt.

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