Von Michael Freitag
München - BMW-Aufsichtsratschef Joachim Milberg soll sein Amt bis 2016 behalten. Formell habe der Nominierungsausschuss des Münchener Automobilkonzerns zwar noch keine Empfehlung für die Hauptversammlung verabschiedet, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 18. Januar). Doch die Quandt-Familie als BMW-Hauptaktionärin habe bereits ihre Zustimmung signalisiert, heißt es in Aufsichtsratskreisen.
Milberg bekleidet das Amt seit 2004. Er wird im April 70 Jahre alt. Eigentlich müsste er den Aufsichtsratsvorsitz deshalb zur Hauptversammlung im Mai abgeben. So verlangt es eine in den Corporate-Governance-Regeln des Konzerns verankerte Altersgrenze. Doch nach Informationen des manager magazins befürwortet der Nominierungsausschuss für Milberg eine Ausnahme.
Begründet werden soll die Empfehlung mit den gewaltigen Herausforderungen, vor denen der Automobilkonzern in den kommenden Jahren steht. Außerdem stehe derzeit kein überzeugender Nachfolger bereit. Für einen solchen Fall erlaube eine Klausel in den Statuten von BMW
die Ausnahme.
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