Moskau - Die Übernahme des russischen Lada-Herstellers Avtovaz durch die französisch-japanische Autoallianz aus Renault
und Nissan
ist in trockenen Tüchern. Zusammen mit dem Staatsbetrieb Russian Technologies haben die Franzosen und Japaner die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen bekannt gegeben, das drei Viertel der Avtovaz-Anteile halten soll.
Renault und Nissan investieren zusammen gut 570 Millionen Euro und sollen im Gegenzug bis Mitte 2014 gut zwei Drittel an diesem Joint Venture erhalten, wie die Unternehmen mitteilten. Dadurch würde die Allianz bis Mitte 2014 gut 50 Prozent am größten russischen Autohersteller halten. Der Deal war bereits im Mai in die Wege geleitet worden. Renault besitzt seit 2008 ein Viertel der Avtovaz-Anteile.
Als Teil des Geschäfts soll Russian Technologies einen Teil der Schulden von Avtovaz durch Verkäufe von Geschäftsfeldern abbauen. Dabei geht es um knapp 200 Millionen Euro.
Renault und Nissan bilden seit 1999 ein Bündnis und sind durch eine maßgebliche Kapitalverflechtung verbandelt. Die Unternehmen haben mit Carlos Ghosn denselben Chef und teilen sich Märkte und Kosten. Sie arbeiten auch mit dem deutschen Hersteller Daimler
auf vielen Feldern zusammen.
krk/dpa
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