Hamburg - Dieter Zetsche hat im vergangenen Jahr beim Gehalt ein paar Federn lassen müssen. Der Daimler-Chef verdiente geringfügig weniger als im Jahr 2010. Auch die Bezüge zwei weiterer Manager im siebenköpfigen Daimler-Vorstand fielen etwas niedriger aus als im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch berichtet hat.
Zetsche kassierte für 2011 neben einem Grundgehalt von gut zwei Millionen Euro einen erfolgsabhängigen Bonus in gut doppelter Höhe sowie Aktienoptionen im Wert von weiteren 2,6 Millionen Euro - insgesamt belief sich seine Vergütung damit auf 8,65 Millionen Euro. 2010 hatte der seit 2006 an der Konzernspitze stehende Manager mit 8,69 Millionen Euro noch einige zehntausend Euro mehr verdient.
Grund für die 2011 etwas niedriger ausgefallene Vergütung - obwohl Daimler
mit sechs Milliarden Euro den bisher höchsten Gewinn einfuhr - ist eine Anhebung des Fixgehalts bei gleichzeitiger Absenkung der maximal möglichen Bonus-Zahlungen. Damit näherte sich der Autobauer den Empfehlungen der Kommission für gute Unternehmensführung an.
Die Aktionäre sollen für 2011 eine Rekorddividende erhalten, die meisten Beschäftigten in Deutschland bekommen einen Rekord-Bonus. Insgesamt stieg die Vergütung des Daimler-Vorstands im vergangenen Jahr auf 29 Millionen Euro von 25,8 Millionen Euro im Jahr zuvor. Dieser Zuwachs ist vor allem personellen Veränderungen geschuldet: Denn mit der für Compliance zuständigen Managerin Christine Hohmann-Dennhardt wurde der Vorstand Mitte Februar 2011 um einen Posten erweitert, Produktionsvorstand Wolfgang Bernhard war im Jahr 2010 nur gut zehn Monate im Führungsgremium vertreten.
kst/rtr
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