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11.02.2012
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Rückrufaktion in den USA

BMW muss Millionenstrafe zahlen

Nicht immer läuft alles rund bei BMW: 2010 mussten in den USA mehr als 338.000 Pkw und Motorräder zurück in die Werkstätten
AFP

Nicht immer läuft alles rund bei BMW: 2010 mussten in den USA mehr als 338.000 Pkw und Motorräder zurück in die Werkstätten

Wer zu spät informiert, wird bestraft: Nach einem Rückruf im Jahr 2010 hatte der Premium-Hersteller die amerikanischen Behörden nicht schnell genug informiert. Konsequenz: Drei Millionen Dollar Strafe. BMW hat den Fehler eingestanden und gelobt Besserung.

Washington/München - Wegen zu später Information der Behörden über Rückrufe in den USA muss BMW drei Millionen Dollar Strafe zahlen. Einer Mitteilung der Straßenverkehrsbehörde NHTSA zufolge geht es um Rückrufaktionen aus dem Jahr 2010, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend rechtzeitig erfolgt seien. Es sei entscheidend für die Verkehrssicherheit, dass Fehler und Rückrufe zeitig angezeigt werden, betonte die Behörde. "Die NHTSA erwartet von allen Herstellern, Sicherheitsfragen schnell und geradeheraus anzusprechen."

BMW Chart zeigen und deren US-Tochter haben der Entscheidung der US-Behörde zugestimmt. "Wir sind uns bewusst, dass die Dinge nicht optimal gelaufen sind und haben unsere Prozesse nun so optimiert, dass wir den Anforderungen der Behörden künftig genügen", sagte ein BMW-Sprecher am Samstag in München.

Die internen Prozesse seien so verändert worden, dass Rückrufe Verbrauchern und der Regierung zügiger und innerhalb der verlangten Fünf-Tages-Frist mitgeteilt würden. "Im Jahr 2011 haben wir da bereits alles richtig gemacht." Die Strafe treffe das Unternehmen hart und werde sehr ernst genommen.

In den USA sind Autohersteller verpflichtet, binnen fünf Werktagen nach Feststellung eines Sicherheitsproblems die Behörden zu informieren und dann umgehend eine Rückrufaktion zu starten. Eine Untersuchung von 16 Rückrufen 2010 ergab der NHTSA zufolge, dass BMW dies in einer Reihe von Fällen nicht eingehalten habe. Hierbei ging es nach Angaben des BMW-Sprechers vor allem um Motorräder. Betroffen waren mehr als 338.000 Pkw und Motorräder.

mh/dpa-afx

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