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29.12.2011
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Ausblick

Continental-Chef sieht keinen Auto-Abschwung 

Frischer Wind: Bei Conti laufen die Geschäfte derzeit gut
dapd

Frischer Wind: Bei Conti laufen die Geschäfte derzeit gut

Optimistische Töne aus Hannover: Beim Autozulieferer Continental laufen die Geschäfte derzeit gut, sagt Firmenchef Elmar Degenhart in einem Interview. Auch der Blick in die Zukunft fällt zuversichtlich aus - für Conti und die gesamte Autobranche.

Düsseldorf - Der Autozulieferer Continental Chart zeigen sieht sich trotz der Schuldenkrise auf dem Wachstumspfad und malt auch für die Automobilbranche insgesamt ein tendenziell rosiges Bild. Dabei setzt Konzernchef Elmar Degenhart vor allem auf Asien und hofft auch auf Amerika.

"Unser viertes Quartal ist sehr gut gelaufen, der Umsatz sollte knapp über dem Niveau des dritten Quartals liegen", sagte Degenhart der "Süddeutschen Zeitung". "Die Kundennachfrage zeigt, dass wir diesen guten Kurs bis März fortsetzen. Mit Elektronik und mit Reifen wachsen wir sogar schneller als die Autoindustrie."

Im dritten Quartal hatte Conti den Umsatz um 19 Prozent auf 7,71 Milliarden Euro gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn war um mehr als die Hälfte auf 743,7 Millionen Euro gestiegen, die Rendite lag Ende September bei 9,9 Prozent. Für das Gesamtjahr hat sich Conti ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent und eine bereinigte operative Umsatzrendite von 10 Prozent vorgenommen.

Keinerlei Zeichen für einen Abschwung

Er sehe keinerlei Zeichen für einen Abschwung der Automobilbranche, sagte Degenhart. Wegen der Schuldenkrise werde es in der Autobranche sicherlich Rückgänge in Europa geben. "Aber es bestehen Chancen auf Wachstum in Amerika, und Asien wird weiter zulegen", sagte Degenhart. "Beides dürfte die Schwäche in Europa mehr als ausgleichen."

Die weltweite Produktion von 75 Millionen Autos wie in diesem Jahr sollte erneut erreicht werden. "Es ist möglich, dass es 2012 sogar 3 bis 4 Prozent mehr werden, also 77 bis 78 Millionen Pkw." Wenn es zu keiner tiefen Krise komme, dann würden 2020 weltweit 100 Millionen Autos pro Jahr verkauft. "Das wäre ein Wachstum von etwa 30 Prozent - und wir haben den Anspruch, schneller zu wachsen als der Markt", erläuterte Degenhart das Umsatzziel von dann mindestens 40 Milliarden Euro - von derzeit 30 Milliarden Euro.

Auch beim Schuldenabbau sieht Degenhart Conti auf gutem Weg. "Bis spätestens 2013 wollen wir von Ratingagenturen wieder so eingestuft werden, dass sie normalen Anlegern unbedenklich den Kauf einer Conti-Anleihe empfehlen können", sagte der Firmenchef. "Dazu soll der Schuldenstand von ursprünglich elf Milliarden Richtung sechs Milliarden Euro bis Ende des nächsten Jahres sinken.

Eine Fusion mit dem Autozulieferer Schaeffler sieht Degenhart derzeit nicht. "Die Fusion bleibt grundsätzlich eine Option. Im Moment wird darüber aber nicht diskutiert", sagte der Conti-Chef. Schaeffler ist noch mit gut 60 Prozent an Conti beteiligt.

cr/rtr

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