Samstag, 25. Juni 2016

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Zukunftsvision Zuckerberg, Musk und Kutcher hoffen auf künstliche Intelligenz

Visionäre Investoren: Die Geldgeber Kutcher, Zuckerberg und Musk (v. l.)
AFP; AFP; REUTERS
Visionäre Investoren: Die Geldgeber Kutcher, Zuckerberg und Musk (v. l.)

Faszination künstliche Intelligenz: Mit Mark Zuckerberg, Elon Musk und Ashton Kutcher hat sich ein buntes Grüppchen Prominenter zusammengetan, um Millionen in eine ambitionierte Firma zu investieren. Sie will das menschliche Gehirn nachbilden.

Hamburg - Die Idee der künstlichen Intelligenz, der Fähigkeit von Maschinen also, die Arbeit des menschlichen Gehirns zu kopieren, fasziniert Menschen seit langem, auch in Hollywood. Star-Regisseur Steven Spielberg drehte eigens einen Blockbuster gleichen Titels ("A. I. - Künstliche Intelligenz"). Unvergessen auch der Supercomputer "HAL 9000" in Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker "2001, Odyssee im Weltraum" ("Werde ich träumen, Dave?"). Aktuell läuft in den Kinos der Film "Her" von Spike Jonze, in dem sich ein Mann in ein intelligentes Computerprogramm verliebt.

Kein Wunder also, dass auch in der Realität fleißig versucht wird, eine künstliche Intelligenz, kurz: KI, zu entwickeln - und dass Hollywood dabei mithelfen will: Der Schauspieler Ashton Kutcher, bekanntlich stets auf der Suche nach aussichtsreichen Investments, ist einer von drei Prominenten, die jüngst Millionen in ein Unternehmen gesteckt haben, das sich genau das zum Ziel gesetzt hat.

Zusammen mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sowie Multiunternehmer und Tesla-Visionär Elon Musk hat Kutcher 40 Millionen Dollar in die Firma Vicarious FPC investiert, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Nach dem Kauf der KI-Firma Deep Mind durch den Web-Riesen Google Börsen-Chart zeigen für 400 Millionen Dollar vor wenigen Wochen ist es der zweite große Deal in diesem Bereich innerhalb kurzer Zeit.

Vicarious hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Es will den Neocortex nachbilden, jenen Teil des Gehirns also, der für die Sinneseindrücke zuständig ist, ebenso wie für die motorische Steuerung sowie das Verständnis von Sprache oder Mathematik. Kopiere den Neocortex, "und du hast einen Computer, der denkt wie ein Mensch", zitiert das "Wall Street Journal" den Vicarious-Mitgründer Scott Phoenix. Mit dem Unterschied, dass der Computer nicht essen oder schlafen müsse.

Auch andere Tech-Investoren schon im Boot

Welchen Hintergrund das Investment von Tesla-Chef Musk sowie Hollywood-Star Kutcher hat, ist offen. Beide beantworteten Anfragen des "WSJ" nicht. Ein Sprecher von Facebook Börsen-Chart zeigen sagte zumindest, das Engagement des Firmenchefs Zuckerberg sei rein privat. Anders als bei den jüngsten Milliarden-Übernahmen von Whatsapp oder des Datenbrillen-Entwicklers Oculus habe Facebook keine Pläne, die Software von Vicarious zu nutzen.

Das dürfte in nächster Zeit ohnehin schwierig sein, denn Vicarious ist dem Bericht zufolge weit von der Umsetzung seiner Ziele in die Realität entfernt. Insofern sind wohl auch die Aussichten darauf, mit der Geldanlage eine größere Rendite zu erzielen, eher begrenzt.

Verwendung allerdings für irgendeine Form von künstlicher Intelligenz hätten Internetunternehmen wie Facebook Börsen-Chart zeigen , Google Börsen-Chart zeigen oder auch Yahoo Börsen-Chart zeigen offensichtlich schon heute, allein schon, um ihren Nutzern einen besseren Service oder klügere Antworten liefern zu können.

Die Ziele von Vicarious gehen aber noch darüber hinaus. Dem Co-Gründer Phoenix zufolge soll das Programm irgendwann einmal Krankheiten heilen, günstige und saubere Energie erzeugen sowie die Jobs vieler Menschen übernehmen können. Die Vision finden offenbar nicht nur Kutcher, Musk und Zuckerberg faszinierend: Unter den Finanziers des Unternehmens befinden sich außer den dreien laut "WSJ" bereits Paypal- und Facebook-Investor Peter Thiel sowie Facebook-Mitgründer Dustin Moskowitz.

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